Edelgard Bulmahn zieht Bilanz
Die Ex-Forschungsministerin nimmt Abschied vom Bundestag. Im ZEIT-Interview sagt sie noch einmal, was ihr wichtig ist und wie ihre Reformen in Schröders Agenda 2010 passten.

30 JAHRE LANG war sie Abgeordnete, sieben Jahre Bundesministerin, sie war Vorsitzende des Bildungsausschusses und später des Wirtschaftsausschusses. Sie hat die Exzellenzinitiative auf den Weg gebracht, die Bologna-Reform vorangetrieben, die Juniorprofessur eingeführt, die Grundlagen für den Pakt für Forschung und Innovation und für den Hochschulpakt gelegt: ein Feuerwerk an Reformen, wie es die Hochschulen selten erlebt haben.
Jetzt verlässt Edelgard Bulmahn, 66, das Parlament. Und so wie in ihrem Ressort eine Reform die andere jagte, so hat die rot-grüne Koalition unter Kanzler Gerhard Schröder insgesamt mit ihrer Politik das Land verändert. Die "Agenda 2010" spaltet bis heute die Nation: Markierte sie den Aufbruch in ein neues Wirtschafts- und Beschäftigungswunder, oder war sie der Auftakt eines historisch einmaligen Sozialabbaus? Bulmahn sagt, 90 Prozent der Menschen assoziierten mit dem Begriff die Arbeitsmarktreform, und die gelte heute vielen als neoliberal. Dabei sei die grundsätzliche Idee der rot-grünen Politik eine andere gewesen: "Menschen mehr Chancen zu eröffnen, Gesellschaft und Wirtschaft zu modernisieren und innovationsfähiger zu machen." Feststeht: In ihren sieben Jahren ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen