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NC: Statt Einigung doch nochmal Streit

Thüringen will die Ausweitung der Abiturbestenquote auf 30 Prozent nicht mittragen. Bis Dezember muss jetzt ein Kompromiss her.

DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ (KMK) HATTE bereits eine Pressemitteilung zur Zukunft der Medizin-Studienplatzvergabe angekündigt, nun ist klar: Aus der erwarteten Entscheidung wurde heute trotz doch nichts.

Im Grunde gab es nur noch Streit um einen Punkt, aber der reichte: Thüringen kündigte an, die in der KMK-Beschlussfassung vorgesehene Erhöhung der Abiturbestenquote auf 30 Prozent nicht mittragen zu wollen. Kurzfristig wurde noch nach einem Kompromiss gesucht (eventuell 25 Prozent), doch darauf wollte sich wiederum vor allem Bayern nicht einlassen.

Damit war klar: Die Entscheidung wird nochmal vertagt, Ende Oktober soll eine Sondersitzung der Wissenschafts-Amtschefs die Möglichkeiten eines Kompromisses ausloten. Die Zeit drängt: Im Dezember soll der neue Medizin-Staatsvertrag besiegelt werden.

Thüringens von Wolfgang Tiefensee (SPD) geführtes Wissenschaftsministerium bemängelte die Ausweitung der Abiturbestenquote zulasten der neuen Erfahrungsquote, die als einziges Bewerbern völlig unabhängig von ihren Schulnoten eine Chance geben soll. Da für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) bislang 60 Prozent der Studienplätze vorgesehen sind, führt eine Vergrößerung der einen Quote (Abiturbeste) sofort die Erfahrungsquote.

Eine mögliche Lösung, so ist zu hören, könnte nun darin bestehen, das AdH leicht abzuschmelzen – was ...

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Kommentare

#1 -

Egale | Fr., 12.10.2018 - 19:12
Die "technisch extrem kritische Umsetzung der Neuregelung" des geänderten Staatsvertrag wäre möglicherweise nicht so extrem kritisch, wenn man seitens der Gremien nicht auf Berliner Berater und einen "pfeffrige" Professor gehört hätte, sondern auf Personen, die mit den Problemen der Zulassungsverfahren und -prozesse vertraut waren/sind.

Durch das blinde vertrauen auf "pfeffrige" Professoren hat man sich nun jedoch - ohne Not - für die kompliziertere Umsetzung im DoSV entschieden - ein Plan ohne Back-Up. Zugleich kann nun die Technik bestimmen, wie die Verfahren laufen sollen.



Wenn es aber schief läuft, müssen nicht die Berliner Berater oder "pfeffrige" Professoren die Verantwortung übernehmen. Und ...

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