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Diese Werte sind für uns nicht verhandelbar

Die TU Dresden wendet sich mit einem ungewöhnlichen Aufruf "zu den bevorstehenden Landtagswahlen und zu aktuellen politischen Entwicklungen" an die Öffentlichkeit. Warum, erklärt Rektor Hans Müller-Steinhagen.

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Artikelbild: Diese Werte sind für uns nicht verhandelbar

Hans Müller-Steinhagen. 65, seit 2010 Rektor der TU Dresden. Foto: Robert Lohse/TU Dresden.

Herr Müller-Steinhagen, die Technische Universität Dresden hat vergangene Woche einen Aufruf an die sächsischen Wähler veröffentlicht, Überschrift: "Demokratie ist ein wertvolles Gut, welches es zu schützen gilt". Macht Ihre Hochschule jetzt Parteipolitik?

Wir machen keine Parteipolitik, das dürfen und wollen wir auch gar nicht. Unsere Stellungnahme richtet sich nicht gegen bestimmte Parteien, sie ist eine Aufforderung an alle Mitglieder unserer Universität, aber auch an alle Bürgerinnen und Bürger, genau hinzuschauen: Passen die Programme der zur Wahl stehenden Parteien zu den Werten, für die wir als Universität stehen? Unsere Bitte angesichts der anstehenden Landtagswahlen lautet: Informieren Sie sich – und dann gehen Sie bitte auch zur Wahl.

Neulich hatte schon die TU Chemnitz mit einem ähnlichen Appell für Schlagzeilen gesorgt. Ist die Lage in Sachsen so ernst?

Wir haben in den vergangenen Monaten hier im Freistaat eine Stimmung erlebt, die geprägt war von populistischen und teilweise nationalistischen Untertönen. Gleichzeitig wissen wir, dass die meisten Leute ...

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Kommentare

#1 -

Lilie58 | Mo., 24.06.2019 - 22:49
Es ist schon eine Unverschämtheit, was Herr Müller-Steinhagen hier von sich gibt. Thema: Betreutes Denken. Ich sage das auch als jemand, der Jahre im Ausland gelebt hat.
Allerdings braucht man nur einen Blick hierauf* zu werfen, dann wird alles klar. *https://www.cdu-fraktion-sachsen.de/magazin/interviews/prof-dr-ing-hans-mueller-steinhagen.html

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Di., 25.06.2019 - 10:02
Liebe Leserinnen und Leser,



wie Sie wissen, moderiere ich Ihre Kommentare hier im Blog sehr zurückhaltend – es sei denn, sie enthalten grenzüberschreitende persönliche Angriffe. Einen solchen kann ich in dem Kommentar von Lilie58 nicht erkennen. Dennoch würde ich mich freuen, wenn von den Tausenden Leser, die das Interview in den vergangenen Tagen gelesen haben, auch noch der eine oder die andere Stellung beziehen würde. Ich glaube und hoffe nämlich nicht, dass der eine Kommentar, der jetzt unter dem Interview steht, die Mehrheit meiner Leser repräsentiert. Also bitte: Diskutieren Sie mit!



Und, liebe Lilie58, mal abgesehen davon, dass ich Ihnen ...

#3 -

Xeona | Di., 25.06.2019 - 11:30
"Betreutes Denken" ?
So kann man es nennen, wenn man Unterstützung benötigt um endlich "aufzuwachen" und kein "Schlafschaf" mehr zu sein. *Ironie off*
Ja, wir müssen wach werden und genau hinschauen, was uns die Parteien hinter den Parolen wirklich "andrehen" wollen.
Und dazu finde ich den Aufruf der TU Dresden sehr gut. Danke dafür.

#4 -

Emelie | Di., 25.06.2019 - 16:02
Eine Stellungnahme der Universität stand lange aus und diese ist Herrn Müller-Steinhagen und dem Senat meiner Meinung nach sehr treffend und dennoch unparteiisch gelungen. Wem die Parteiangehörigkeit ein Dorn im Auge ist, hat ja noch andere vernünftige Parteien zur Auswahl. Ich hoffe, dass viele Hochschulen sich daran ein Beispiel nehmen und die Menschen die Warnzeichen irgendwann nicht mehr überhören KÖNNEN! Vielen Dank, liebe TU Dresden!

#5 -

Robert | Mi., 26.06.2019 - 16:43
Gute Stellungsnahme der Uni.



Wenn eine Partei davor Angst hat, dass sich jemand ihr Parteiprogramm genauer anschaut*, dann ist es vielleicht eher diese Partei, die die Wähler in die Irre führen will?



* Hauptaussage der Stellungsnahme: "Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen appellieren wir deshalb an alle Wählerinnen und Wähler, sich mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen: Lesen Sie die Programme und lassen Sie nicht zu, dass die Freiheit der Meinung, der Wissenschaft, der Kunst und der Medien eingeschränkt wird! Verhindern Sie, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gefährdet werden!"

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