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Gefährlicher Stresstest

Die Ausgangsbeschränkungen treffen Eltern und Kinder mit besonderer Härte. Es drohen Konflikte und Gewalt. Nicht nur die Wirtschaft, auch die Familie braucht jetzt ein Hilfsprogramm, wenn sie nicht zerstört werden soll. Ein Gastbeitrag von Dieter Dohmen und Klaus Hurrelmann.

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Artikelbild: Gefährlicher Stresstest
Foto: Dmitry G/Wikimedia Commons.

DIE VON BUND und Ländern beschlossenen Einschränkungen der sozialen Kontakte im öffentlichen und privaten Raum erscheinen notwendig und gerechtfertigt, um die exponentielle Wachstumskurve bei den Neuerkrankungen abzuschwächen, die Versorgung in den Krankenhäusern in einem Rahmen zu halten, den diese bewältigen können, und somit auch möglichst vielen Menschen, die am Coronavirus erkranken, das Leben zu retten. Die damit verbundenen Einschränkungen für Unternehmen aller Größenordnung haben bei vielen Menschen den Verlust der Einkommensquelle zu Folge, was durch Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld aufgefangen wird. Bei anderen ersetzt das Homeoffice den bisherigen Arbeitsplatz. Beides ist für viele Menschen in der einen oder anderen Form belastend und herausfordernd. Für Eltern – und noch stärker bei Alleinerziehenden – kommt hinzu, dass gleichzeitig Kindertagesstätten und Schulen geschlossen wurden, sodass die Kinder nunmehr den ganzen Tag zu Hause sind. Das "soziale System Familie" wird einem Stress-Test noch nie gekannten Ausmaßes unterworfen, und es besteht das große Risiko sehr ernster psychischer und sozialer Konsequenzen für die Familien.

Wenn die Eltern von zu Hause aus arbeiten müssen, bedeutet das ...

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Kommentare

#1 -

Dr. S. Plahuta | Mi., 01.04.2020 - 13:43
Ihr Beitrag spricht mir in vielem - fast allem - aus dem Herzen.



Eine Ergänzung hätte ich noch.



Warum sollten Eltern im Netz nach Lerninhalten suchen? Es gibt zwar ein riesiges Angebot, das meiste ist aber weder didaktisch noch inhaltlich brauchbar. Um gute Angbote zu finden, muss man sich schon ziemlich gut mit den Lehrplänen seiner Kinder und Didaktik auskennen und dann noch beurteilen können, ob die angebotenen Themen inhaltlich richtig aufgearbeitet sind. Die meisten Eltern können das (im Moment) nicht leisten - aus zeitlichen wie intellektuellen Gründen. Wenn Eltern jetzt Bildungsaufgaben eigenverantwortlich übernehmen, verstärkt das die ohnehin große Bildungsungerechtigkeit ...

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