Der spannendste Satz steht ganz am Ende
Die Kultusminister wollen heute Nachmittag das Konzept zur Schulöffnung beschließen, das die Regierungschefs bei ihnen bestellt haben.

HEUTE NACHMITTAG um 16 Uhr haben sich die Kultusminister eingewählt. Da begann ihre Telefonkonferenz, in der sie ein elfseitiges Dokument beschließen wollten. Es trägt den wenig spannenden Titel "Rahmenkonzept für die Öffnung der Schulen" und ist die Hausaufgabe, die ihnen ihre Chefs am 15. April aufgetragen haben. In den Beschlüssen der Kanzlerin und der Regierungschefs der Länder hieß es: Die Kultusministerkonferenz solle bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorlegen, "wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann".
Dieses Papier wollen die Kultusminister heute versandfertig machen. Und auch wenn darin größtenteils nur das beschrieben wird, was die KMK-Mitglieder in ihren einzelnen Ländern bereits beschlossen haben, haben es die elf Seiten Entwurf gleich doppelt in sich. Weil sie erstens den Rahmen dessen beschreiben, wie der Unterricht an Deutschlands Schulen in den nächsten Monaten ablaufen wird. Und weil die Minister zweitens, wenn sie den Entwurf so beschließen sollten, einen ersten – vorsichtigen Ausblick wagen, nach welcher Logik ihre Chefs die nächsten Öffnungsschritte beschließen könnten.
Die Organisation von Unterricht in Zeiten von Corona
Zunächst zum Unterricht und seiner Organisation in Zeiten von Corona: Der den Kultusministern von ihren Beamten vorgelegte Entwurf spricht von einem "gemeinsamen Rahmen für Schulöffnungen und die Wiederaufnahme des Unterrichts", und die 11 Punkte, die dazu aufgeführt werden, dürften den Schulpraktikern aller Bundesländer, die sich seit mindestens zwei Wochen und teilweise noch viel länger auf die Öffnungen vorbereiten, bekannt vorkommen – so bekannt, dass ...
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