Was kommt nach dem Konjunkturpaket?
Bislang sind Deutschlands Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen gut durch die Corona-
Krise gekommen. Doch das muss nicht so bleiben.

NEIN, NICHT ALLE sind glücklich mit der Geldflut des Konjunkturpakets oder genauer gesagt: mit der Richtung, in die die 130 Milliarden Euro fließen sollen, auch nicht in der Hochschul- und Wissenschaftsszene. Die Koalition vergesse diejenigen, die heute für die Innovationen von morgen sorgen, kritisierte zum Beispiel die linke Hochschulpolitikerin Nicole Gohlke vor dem Wochenende. "Hochschulen, Studierende, Wissenschaftler oder Forscher werden in dem Eckpunktepapier nicht einmal erwähnt."
Unzureichend berücksichtigt, vor allem gegenüber den staatlichen Forschungsorganisationen, fühlen sich auch die mittelständisch geprägten Forschungseinrichtungen. Die Unikliniken ärgerten sich ebenfalls über die Nicht-Berücksichtigung. Insgesamt aber überwog in den Tagen nach dem großen "Wumms" (Olaf Scholz) die Zufriedenheit – was wenig verwundert, weil die allermeisten dann doch an irgendeiner Stelle etwas abbekommen haben. Sogar von der Opposition kamen teilweise überraschend anerkennende Worte.
Indirekt dürften selbst die – in der Tat nicht explizit genannten – Hochschulen alles andere als leer ausgehen, vor allem dank zusätzlicher Forschungsaufträge durch die vorübergehend höhere steuerliche Forschungsförderung. Auch dass der von den Ländern geforderte 500-Millionen-Digitalpakt für die Hochschulen in der 15 Seiten langen Aufzählung geplanter ...
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