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Und was ist mit den Schulen?

Nächste Woche treffen sich die Regierungschefs von Bund und Ländern für eine Zwischenbilanz des "Wellenbrecher-Shutdowns". Reichen die ergriffenen Maßnahmen? Und werden wir es dann überhaupt schon wissen?

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Artikelbild: Und was ist mit den Schulen?

Foto: Alexandra Koch/Pixabay.

DIE KULTUSMINISTER WERDEN sich in ihrem Kurs bestätigt fühlen. Laut der repräsentativen "ARD-DeutschlandTrend"-Umfrage befürworten 86 Prozent der Menschen in Deutschland, dass die Kitas und Schulen im "Wellenbrecher-Shutdown" offenbleiben. Was umso bemerkenswerter ist, weil gleichzeitig 71 Prozent die Schließung von Bars und Kneipen befürworteten und sogar 78 Prozent die allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Es war die vielleicht wichtigste Feststellung am Ende einer Woche, in der mehr und mehr Medien über die wachsende Zahl an Corona-Fällen auch in Bildungseinrichtungen berichteten, einige sogar mit dem warnenden Zusatz: besonders in Bildungseinrichtungen . In der Bildungsgewerkschaften wie die GEW oder der Deutsche Lehrerverband das Ende des Regelbetriebs an den Schulen forderten. Was sie allerdings teilweise schon seit Wochen tun.

Heute in einer Woche wollen sich die Regierungschefs von Bund und Ländern erneut treffen, um eine Zwischenbilanz der Eindämmungsmaßnahmen zu ziehen. Absehbar wird der Druck auf sie zunehmen, den Shutdown doch auf Kitas und Schulen auszuweiten. Zeit zu fragen: Was wissen wir wirklich über die gegenwärtige Lage? Und was können, was werden wir bis nächsten Montag wissen?

1. Es dauert, bis der Shutdown sich in den offiziellen Infektionszahlen niederschlagen kann

Es vergehen im Schnitt sechs bis zehn Tage zwischen dem Zeitpunkt der Ansteckung und dem Augenblick, in dem eine erkannte Infektion in den Statistiken des Robert-Koch-Instituts (RKI) auftaucht. Woraus folgt: Die Entwicklung der offiziellen Neuinfektionen in der vergangenen Woche bis etwa Mitte/Ende dieser Woche spiegelt die Situation von vor dem Inkrafttreten des Shutdowns am 02. November wider. Da am vorvergangenen Wochenende viele noch einmal in Restaurants und Kneipen gegangen sind und auch sonst in vielen Innenstädten viel los war, wäre es nicht überraschend, wenn die gemessene Pandemie-Dynamik in den nächsten Tagen sogar wieder zunehmen würde. Dass die R-Werte, die die Ansteckungsrate angeben, in der vergangenen Woche fast durchgängig unter 1 lagen, lag jedenfalls definitiv noch nicht an den neuen Regeln.

Höchstens indirekt: Im Frühjahr rutschte R nach dem, was wir wissen, ...

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