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Da geht was

Baden-Württemberg sperrt die Hochschultüren ziemlich weit auf – und zwar ab sofort. Ein Vorbild für andere Bundesländer.

DIE HOCHSCHULEN wurden von der Politik vergessen, die Studierenden fallen bei der gegenwärtigen Corona-Öffnungsstimmung mal wieder hinten runter? In Baden-Württemberg zumindest will die gerade in ihre dritte Amtszeit gestartete grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer offenbar zeigen, dass es auch anders geht.

Ab sofort, so sieht es die neue Corona-Verordnung des Landes vor, dürfen bei Inzidenzwerten von unter 100 nach fünf Tagen wieder bis zu 100 Studierende an Lehrveranstaltungen teilnehmen – solange die im Freien abgehalten werden. Die Hochschulen dürfen Studierenden nach Anmeldung Plätze zum Lernen zur Verfügung stellen, und die Bibliotheken sind für mehr Nutzer als bislang geöffnet.

Doch das ist nur der Anfang. Bleiben die Inzidenzen unter 100, dürfen zwei Wochen später die Hochschulleitungen auch drinnen Präsenzlehre mit bis zu 100 Leuten erlauben, auch die Mensen und Cafeterien machen dann schrittweise auf. Nochmal zwei Wochen später sind, wenn die Rektorate zustimmen, sogar Vorlesungen & Co mit bis zu 250 Leuten möglich, drinnen wie draußen.

Spätestens Anfang Juni könnten immer mehr Studierende wieder die Hochschulcampi bevölkern

Natürlich gilt eine umfassende Testpflicht für Nichtgeimpfte, auch die Abstandsregeln und die Maskenpflicht bleiben bestehen, ...

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Kommentare

#1 -

Alfred Wachtel | Fr., 14.05.2021 - 23:53
Das wesentliche Hindernis für die Präsenzlehre sind die Abstandsgebote, und an denen ändert sich nichts. Die größten Räume bei uns an der FH dürfen wir mit gut 40 Studierenden bespielen. Ich bezweifle, dass es viele Unis im Land gibt, bei denen die Erhöhung der Begrenzung von 100 auf 250 Personen einen Unterschied macht. Es sind schlicht die Räume nicht da. Unterricht im Freien ist nur nach Wettervorhersage planbar, Partyzelte werden bis Ende der Vorlesungszeit kaum in ausreichender Größe so rechtzeitig bereit stehen, dass sie einen Unterschied machen. Unsere Ministerin erschöpft sich in wohlfeilen Ankündigungen, die unten am Boden der Tatsachen ...

#2 -

O. Falada | So., 16.05.2021 - 20:20
Das ist einfach Augenwischerei und zeigt, dass die Ministerin keine Ahnung hat, wie Universitäten funktionieren. Ich kann mich hier dem Vorredner nur anschließen: Wir brauchen keine willkürlichen Gesamtzahlen, sondern abgestufte Konzepte: Präsenzlehre bei allem, was nur in Präsenz vermittelt werden kann; in einer nächsten Stufe Präsenzlehre für solche Lehrveranstaltungen, für die die Lehrenden eine Priorität sehen (jeweils ein Semester zuvor in den Gremien abgestimmt). Mit diesem Konzept fahren wir bisher, und zwar mit einer hinreichend langen Vorausplanung. Das ganze abgerundet mit frühzeitigen Planungen der Prüfungen (semesterweise durch eine Pandemieprüfungsordnung flankiert). Und da auch das niedersächsische Wissenschaftsministerium sich hinsichtlich Tests für ...

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