Jetzt müsste die Ministerin alle überraschen
Bettina Stark-Watzinger kann Wissenschaft, aber kann sie davon auch die Scientific Community überzeugen? Bislang hat sie enttäuscht, jetzt bekommt sie eine neue Chance.

In ihrem Element: BMBF-Chefin Bettina Stark-Watzinger redet kundig über die Themen ihres Ressorts, verbindlich und problembewusst. Aber wo genau will sie hin? Foto: Picture Alliance for DLD/Hubert Burda Media , CC BY-NC SA 2.0.
ALS BETTINA STARK-WATZINGER Chefin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde, war die Erleichterung in Hochschulen und Forschungseinrichtungen groß. Endlich wieder eine, die sich mit der Wissenschaft auskennt, sagten viele über die frühere kaufmännische Geschäftsführerin des heutigen Leibniz-Instituts für Finanzforschung SAFE. Eine, die lange im Ausland – Großbritannien – gelebt hat und über den Tellerrand gucken kann.
Bei den Hochschulchefs steigerte sich die Begeisterung noch, als Stark-Watzinger im Frühjahr zur Sitzung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) kam und sich den spontanen Fragen der Vollversammlung stellte. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Anja Karliczek, die bei ihrem HRK-Besuch das offene Gespräch verweigert hatte. Stark-Watzinger dagegen ist fast nie um eine Antwort verlegen, sie redet kundig über die Themen ihres Ressorts, verbindlich und problembewusst.
Umso auffälliger ist die Diskrepanz zwischen Worten und Taten, die seit Monaten immer offensichtlicher wird. Als ...
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