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200-Euro-Pauschale: KMK-Präsidium will bundesweiten Auszahlungsstart Mitte März

Damit wird der Start der zwei Geschwindigkeiten unwahrscheinlicher – deutliche Kritik am Vorgehen des Bundesbildungsministeriums.

DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ (KMK) stellt sich gegen das Bundesbildungsministerium: Die Länder wollten zusammenbleiben und einem Antragsstart der zwei Geschwindigkeiten bei der 200-Euro-Energiepauschale nicht zustimmen, hieß es am Freitagnachmittag nach einer Schaltkonferenz des KMK-Präsidiums.

Es sei als nicht hinnehmbar kritisiert worden, dass das BMBF versucht habe, Druck auf einzelne Länder auszuüben. Stattdessen strebe man jetzt als gemeinsamen Beginn für die bundesweite Antragstellung den 1. März an, Auszahlungen sollten dann ab 15. März beginnen. Eine solche Lösung werde man nun zwischen allen 16 Bundesländern und mit Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) besprechen.

Sollte sich das KMK-Präsidium mit seinen Plänen durchsetzen, wäre zwar das Verfahren technisch wie rechtlich abgesicherter als bei einem Vorpreschen einzelner Länder – und die langsameren würden nicht von den schnelleren vorgeführt. Doch würde die Regelung zugleich bedeuten, dass Stark-Watzingers mit ihrer Ankündigung eines Auszahlungsstarts "im Winter" nur noch formal gerade so Recht behielte. Tatsächlich würde die überwiegende Mehrheit der Studierenden und Fachschüler ihrer 200 Euro erst im Frühling, wahrscheinlich im Laufe des Aprils, erhalten. Noch im November hatte die Ministerin die Überweisung der "Soforthilfe" für Anfang Januar in Aussicht ...

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Kommentare

#1 -

Patrick Breyer | Mo., 06.02.2023 - 17:14
Seit dem Update zur "Bund ID" ist die Katze also aus dem Sack:



Die 200 Euro sind ein Lockangebot, um die digitale Identität zu pushen (https://www.heise.de/news/EUid-EU-Rat-stimmt-fuer-Online-Ausweis-mit-eindeutigem-Personenkennzeichen-7368464.html).



Zuerst wurde diese bei Flüchtlingen ausgerollt (https://www.heise.de/hintergrund/Fluechtlingslager-auf-Blockchain-4177450.html) und nun bei Studenten - in beiden Fällen Menschen, die wenig bis gar kein Geld haben und für sich 200 Euro bereitwillig eine digitale Identität zulegen werden.



Unter dieser zentralen Personenkennziffer werden zukünftig sämtliche Informationen über einen Menschen gespeichert werden (https://www.heise.de/news/Personenkennziffer-Streit-ueber-Verknuepfung-von-Steuer-ID-und-IBAN-7451758.html) - Ausweis, Biometrie, Fingerabdrücke, Kontodaten, Patientenakte, Impfstatus, Führungszeugnis, Sozialkredit, ...



Der Mensch wird so zum gläsernen Bürger - mir graut nicht nur vor der totalen Überwachungsdystopie, ...

#2 -

EmCe² | Di., 07.02.2023 - 13:32
Man kann sich leider angesichts Ihrer weiterhin positiven Zuversicht, Herr Wiarda, ein Lächeln kaum verkneifen. Aus Sicht der Hochschulen sind wird noch meilenweit entfernt, von einer Antragstellung zum 1.3. und dann nachgelagerten, zeitnahen Auszahlungen. Sie fragen sicher zu Recht, warum - ich werde es Ihnen sagen:

Es liegt nicht, wie vielleicht einige unken werden, an den trägen Prozessen der Hochschulen, an der Langsamkeit der Verwaltung oder dass man nicht wüsste, wer bei eine studiert. Vielmehr liegt es an einer Fülle an offen Fragen, deren Beantwortung auch sehr kurzfristig wohl nicht zu erwarten ist. Beispiel: Für uns als Hochschule aus NRW ...

#3 -

Jan-Martin Wiarda | Di., 07.02.2023 - 13:37
@EmCe² : Vielen Dank für die Einschätzung. Dass ich bei Ihnen als Optimist bei den 200 Euro rüberkomme, ist nicht ohne Ironie, da ich seit September immer wieder auf die Probleme hinweise. :) Aber es nützt vielleicht nichts Anderes als eine Art kopfschüttelnder Optimismus...

#4 -

TP | Di., 07.02.2023 - 20:47
@EmCe²: viel besser kann man das nicht zusammenfassen. Das BMBF macht sich einen „schlanken Fuß“ und am Ende werden die Hochschulen den Ärger der Studierenden und die Aufwände der Bearbeitung haben. Aber keine Unterstützung durch das für die Probleme verantwortliche BMBF.

#5 -

EmCe² | Mi., 08.02.2023 - 16:51
@JMW - Vielleicht für Sie zur Beruhigung bei Ihrem kopfschüttelnden Optimismus: Zumindest der Code-Generator macht das, was er soll und dazu noch überraschend schnell. Heute erhielten wir vom Land den Zugang zur Doku samt Generator. 2.000 Dummy-Daten - zack - nach ner Sekunde fertig (mit Code und Pin). So könnte es gerne weitergehen...

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