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Sparen bei der DDR-Forschung: Die Angst vor der Abbruchkante

Wie erging es Menschen mit Behinderungen in der DDR? Was erlebten die Bewohner von Kinder- und Jugendheimen? Vom BMBF finanzierte Forschungsvorhaben sind solchen Fragen nachgegangen. Doch spätestens 2025 droht vielen Projekten das Aus.

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Artikelbild: Sparen bei der DDR-Forschung: Die Angst vor der Abbruchkante

Der ehemalige Geschlossene Jugendwerkhof Torgau ist heute eine Gedenkstätte. Kann die wissenschaftliche Forschung zu "DDR-Spezialheimen" fortgesetzt werden? Foto: PeterBraun74 / CC BY-SA 4.0.

DEN GESCHLOSSENEN JUGENDWERKHOF TORGAU haben viele seiner früheren Bewohner auch Jahrzehnte später nicht vergessen. Der Forschungsverbund "DDR-Spezialheime" gab ihnen die Gelegenheit, ihre teilweise traumatischen Erlebnisse in autobiographischen Interviews mit Wissenschaftlern zu berichten – und damit zur historischen Aufarbeitung eines vorher kaum bekannten Kapitels ostdeutscher Geschichte beizutragen. Zur Erforschung der Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Spezialheimen gehörten genauso Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitern und eine aufwändige Analyse von Akten, Dokumenten und Literatur. Doch jetzt ist Schluss. "Wir hätten einen Antrag auf eine Förderverlängerung stellen können", sagt die Dresdner Sozialpädgogik-Professorin Cornelia Wustmann. "Aber nur um zwei Jahre und mit 50 Prozent weniger Fördermitteln. Das hat für uns nicht zusammengepasst mit dem Aufwand des neuen Antrags und den unsicheren Aussichten auf Erfolg."

14 Forschungsverbünde umfasste die 2018 gestartete BMBF-Förderlinie zur DDR-Forschung in ihrer ersten Programmphase. Drei bis ...

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Kommentare

#1 -

Bernd Käpplinger | Do., 29.06.2023 - 14:57
Ja, DDR-Forschung wäre sicherlich wichtig. Allerdings eine DDR-Forschung, die möglichst plural aufgestellt ist und nicht relativ dominant vor allem den DDR-Unrechtsstaat in den Blick nimmt. Die damalige Liste der geförderten Verbünde war aber auf "Unrecht", "Rechtsbeugung", "Diktatur", "Grenzregime", "Bildungsmythen", "Stadtzerfall", "sexuelle Gewalt" und Traumata ausgerichtet, weil das wahrscheinlich damals so in einem CDU-Ministerium nach vorne gerückt werden sollte bei der Erforschung der DDR-Geschichte. Insofern wundert es sich auch nicht, wenn sich nun vor allem die CDU/CSU kritisch äußert. Hätte man damals breiter gefördert, wäre die Unterstützung dieser DDR-Forschung vielleicht größer sein?



Und etwas schmunzeln lässt der Hinweis auf die Zeitzeugen, ...

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