Aussichten: wechselhaft
Bewerben sich Frauen um eine Professur, haben sie bei gleicher Leistung teils höhere Erfolgschancen als Männer. Allerdings gibt es viel weniger Frauen, die für eine Professur in Frage kommen. Ändert sich das allmählich?

ZUERST DIE GUTE NACHRICHT. Bei gleicher Leistung haben Frauen an deutschen Universitäten mindestens dieselbe Chance wie Männer , auf eine Lebenszeit-Professur berufen zu werden – wenn sie sich denn bewerben. In der Politikwissenschaft, der Psychologie und der Soziologie sogar eine um 20 bis 40 Prozent höhere, wobei ihr Vorteil nur in der Soziologie statistisch signifikant ist. So haben es der Soziologe Martin Schröder von der Universität des Saarlandes und seine Mitautoren durch die Analyse tausender Karriereverläufe herausgefunden.
Was sich mit den Erkenntnissen eines Forscherteams um die Soziologin Heike Solga vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung deckt. In einer Studie ließen sie rund 1800 Professor*innen verschiedener Fächer die Lebensläufe hypothetischer Bewerber*innen bewerten, Ergebnis: Bei gleichem Inhalt wurden Frauen tendenziell für berufbarer und kompetenter gehalten, und zwar gleichermaßen von Frauen und Männern.
Wobei manche in solchen Zahlen solche Zahlen keine guten Nachrichten erkennen werden, sondern Hinweise auf Diskriminierung – von Männern.
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Moment, kann man da nur sagen, die ...
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