Ärger mit dem Bachelor
Warum Karliczek bei der Reform des Berufsbildungsgesetzes nochmal nachbessern sollte.
HEUTE HAT DAS Bundeskabinett die Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) beschlossen. Sie gehört zu den wichtigsten Projekten, die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in ihrer Amtszeit auf den Weg bringen will.
Was einerseits mit ihrer objektiven Bedeutung zu tun hat. Vor allem aber auch damit, dass Karliczek die Aufwertung der beruflichen Bildung zu ihrem Kernthema erklärt hat. Das sei ihr persönlich wichtig, betont sie immer wieder, was man, ohne ihr zu nahe zu treten, auch mit ihrem persönlichen Werdegang erklären kann. Die 48-Jährige stammt aus einer Hoteliersfamilie, ist gelernte Bank- und Hotelfachfrau und Ausbilderin, zusätzlich hat sie ein berufsbegleitendes Studium zur Betriebswirtin absolviert.
Gegenüber der Presse sagte Karliczek heute, die berufliche Bildung in Deutschland gehöre "zu den erfolgreichsten Qualifizierungssystemen weltweit. Mit der BBiG-Novelle werden wir ihre Attraktivität weiter steigern." Das sichert die Fachkräfteausbildung in unserem Land. "Die Entscheidung zwischen beruflicher Aus- und Fortbildung oder Studium ist keine Frage eines Mehr oder Weniger. Es ist eine Auswahl zwischen zwei gleichwertigen Wegen zum beruflichen Erfolg."
Das mit der Gleichwertigkeit gehört zu Karliczeks Standardbotschaften. Weshalb zu dem Paket auch eine Ergänzung der Titelbezeichnung bei den beruflichen Abschlüssen zählt. Es ist zugleich ...
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Kommentare
#1 - Warum eigentlich nicht. Durch die Bezeichnung wird endlich…
#2 - Letztendlicher Bildungsmaßstab ist die Zuordnung zu den…
Hier wird der Fachschulabschluss SgTechniker/Betriebswirt dem mittleren Dienst und der HS-Bachelor dem gehobenen Diensz zugeordnet.
Ziel sollte eine objektive materielle Gesamtschau unabhängig vom Bildungsträger sein.
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