Diese Zahlen müssen uns allen peinlich sein
Einwandererkinder gehen seltener in die Kita als noch vor ein paar Jahren. Und das obwohl bereits dort grundlegende Bildungschancen verteilt werden.

Foto: Susanne Jutzeler / pixabay - cco.
EIGENTLICH MÜSSTE ES eine Debatte über diese Zahlen geben. Und sie müsste dazu führen, dass die Bundesregierung mit ihrem Gute-Kita-Gesetz gehörig unter Druck gerät.
Worum es geht: Der Anteil der Einwandererkinder, die eine Kita besuchen, fällt. Bei den 3-bis 6-Jährigen von 90 Prozent 2015 auf zuletzt nur noch 82 Prozent. Darauf hat der Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in seinem diese Woche veröffentlichten Jahresgutachten hingewiesen . Zum Vergleich: Kinder ohne Migrationshintergrund gehen praktisch alle hin, der Anteil liegt stabil bei 98 bis 99 Prozent.
Bei den Unter-3-Jährigen öffnet sich die Schere weitaus dramatischer, hier besuchten 2018 laut SVR nur 20 Prozent der Einwandererkinder eine Kinderkrippe, zwei Prozentpunkte weniger als 2015. Während bei den Nicht-Einwandererkindern 41 Prozent in einer Einrichtung angemeldet waren, nochmal drei Prozentpunkte mehr als drei Jahre zuvor.
Problembewusstsein-Rhetorik reicht nicht
Viele Zahlen, die aber alle zur selben Schlussfolgerung führen: Die seit langem beklagte Bildungsbenachteiligung von Einwandererkindern droht sich mittelfristig sogar noch zu vergrößern, denn schon in der Kita werden ...
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