Alles Drumherumreden nützt nichts
Es steht ein weiteres Digitalsemester bevor. Die Hochschulen sollten sich darauf einstellen und das Beste aus der Situation machen. Ein Kommentar.

"Alles online, was geht!" Foto: Changbok Ko / Unsplash.
DIE HOCHSCHULEN BLEIBEN OFFEN, verkündete Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) vor dem Wochenende – trotz Wellenbrecher-Shutdown. Auch manche seiner Kollegen aus anderen Bundesländern versicherten: Hochschulen, die in den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern nicht erwähnt wurden, zählten in die Kategorie "Schulen", und die hätten die Regierungschefs explizit von den Schließungen ausgenommen .
Anders als im Frühjahr: Da wurden die Hochschulgebäude über Wochen zugesperrt, Labore und Büros waren dicht, auch die Forschung kam zum Erliegen. Das soll diesmal anders sein.
Weshalb einige Wissenschaftsministerinnen und Rektoren auch, was die Hochschullehre angeht, tapfer weiter vom "Hybrid-Semester" sprechen – im Unterschied zum "Digital-Semester" im Frühjahr und Sommer.
Nur dass die meisten Studierenden den Unterschied nicht merken werden, wenn ausgerechnet am heutigen Montag, dem ersten Wellenbrecher-Tag, die große Mehrheit von ihnen in die Vorlesungszeit startet. Von der noch vor Wochen ausgegebenen Losung: "So viel Präsenz wie möglich", ist zumindest für den November fast überall ein "Alles online, was geht" geworden.
Grund für Optimismus
Zudem sollte doch im Bildungssystem – ...
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