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Holger Hanselka zum Fraunhofer-Präsidenten gewählt

Amtsinhaber Reimund Neugebauer erklärte "einvernehmlich" seinen sofortigen Rückzug. Bis zu Hanselkas Amtsantritt soll es eine Interimslösung geben.

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Artikelbild: Holger Hanselka zum Fraunhofer-Präsidenten gewählt
Holger Hanselka. Foto: KIT

SEIT TAGEN HATTEN SICH die Gerüchte verdichtet, jetzt steht es offiziell fest: Der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft hat Holger Hanselka am Donnerstagnachmittag einstimmig zum neuen Präsidenten der Forschungsgesellschaft gewählt. Und noch bemerkenswerter: Schon am heutigen Tag wird der bisherige Spitzenmann Reimund Neugebauer sein Amt niederlegen – "einvernehmlich", wie der Tagesspiegel , der zuerst über den Führungswechsel berichtete, die Fraunhofer-Gesellschaft zitierte.

Hanselka solle möglichst schnell sein Amt antreten, teilte die Fraunhofer-Gesellschaft wenig später in ihrer Pressemitteilung mit, derzeit liefen dazu "Gespräche mit allen Beteiligten". Bis es soweit ist, soll Finanzvorständin Sandra Krey als Interimschefin fungieren.

Eigentlich lief Neugebauers – bereits abgekürzte – Amtszeit noch bis Ende September. Dass man ihm die letzten Monate nicht mehr zugesteht, ist das lange überfällige Signal zum Bruch mit dem mutmaßlichen Hauptverantwortlichen am Spesenskandal. Zu lange hatte der Senat zuvor die Forderungen zur sofortigen Ablösung Neugebauers unter anderem von Bundesforschungsministern Bettina Stark-Watzinger (FDP) ignoriert. Ein Handling des Skandals, das Fraunhofer immer tiefer in die Vertrauenskrise abrutschen ließ. Vor der für heute angesetzten Wahl hatte die Politik deshalb den öffentlichen Druck ...

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Kommentare

#1 -

A. Freund | Do., 25.05.2023 - 20:56
Die heutige Pressemitteilung der Fraunhofer Gesellschaft:



https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2023/mai-2023/prof-dr-ing-holger-hanselka-neuer-praesident-der-fraunhofer-gesellschaft.html



findet nur lobende Worte für den ehemaligen Präsidenten Neugebauer.



Es ist offensichtlich, dass sie versuchen, eine Politik des "Augen zu und durch" zu betreiben. Durch ihr monatelanges Nichtstun sind die Verantwortlichen der Gesellschaft auch für den Skandal um Neugebauer mitverantwortlich. Wer wird sie zur Rechenschaft ziehen? Ich wette, niemand.



Ich hoffe, dass der neu gewählte Präsident Hanselka auch einige der internen Ungereimtheiten, die bei Fraunhofer entstanden sind, beseitigen kann. Wir können ihm viel Kraft und Glück wünschen.

#2 -

Wulf Meier | Fr., 26.05.2023 - 09:11
Das Problem bei Fraunhofer ist ja klar nur die alleroberste Etage gewesen. Da allerdings Neugebauer nicht alleine. Von daher ist die Aufgabe mit dem Aufräumen und neue Führungskultur nicht so schwer wie nach außen hin getan wird.

Der Neue muss jemand sein, der da aufräumen will+kann.

Der Neue muss ferner sich sehr gut mit den relevanten Akteuren austauschen können und dann auch die Handy-Nummer der Bildungsministerin bekommen....

#3 -

Roman Held | Sa., 27.05.2023 - 18:57
Endlich! Allerdings ist Hr Neugebauer so einvernehmlich sicher nicht gegangen, wie uns Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit glaubhaft gemacht werden soll.

Das wird sehr klar aus den Abschlussworten von Hr Neugebauer a die Mitarbeitenden vom 25.5. Dort heißt es von ihm : “ … neigt sich meine Amtszeit als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft zum Ende...”. Das klingt nicht wirklich danach, als hätte er begriffen, das HEUTE sein letzter Tag ist! So hat es Hr. Neugebauer aber selber mit unliebsamen Personen oft gehandhabt. Insofern sollte er dieses Prozedere ja bestens selber kennen!!

Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht, weiß aber um ...

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