Der Programmbericht zur Exzellenzinitiative liegt vor. Eine Einordnung
Es ist schon ein Reflex. Wann immer man Bundesforschungsministerin Johanna Wanka nach der Zukunft der Exzellenzinitiative fragt, lautet ihre Antwort: Warten wir die Ergebnisse der Imboden-Kommission ab. Besetzt mit internationalen Experten und benannt nach ihrem Vorsitzenden, dem Schweizer Wissenschaftsmanager Dieter Imboden, soll sie die Bund-Länder-Initiative bewerten und Empfehlungen aussprechen, wie es nach dem Ende der aktuellen Förderperiode im Dezember 2017 weitergehen könnte.
Jetzt liegt erstmals öffentlich der Programmbericht vor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat im Juni an Bund und Länder geschickt haben. Mit seiner umfangreichen Datensammlung zählt er zu den wichtigsten Dokumenten überhaupt, die der Imboden-Kommission für ihre Entscheidung zur Verfügung stehen, und ist gleichzeitig der zentrale Rechenschaftsbericht der beiden Wissenschaftsorganisationen, die den Exzellenzwettbewerb im Auftrag der Politik umgesetzt haben. Insofern, das weiß auch die Kommission, sind seine überwiegend positiven Aussagen mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln.
Laut Programmbericht gebe es „zahlreiche direkte und indirekte Hinweise“ darauf, dass die Exzellenzinitiative die beabsichtigten Wirkungen tatsächlich erzielt habe – und zwar „in einem im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln erstaunlichen Umfang“. So habe sie in bisher ungekannter Weise Gestaltungsfreiräume für die universitäre Forschung eröffnet, die Universitäten zu einer ehrlichen Analyse ihrer ...
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