Flüchtlinge: Die Stimmung dreht sich
Nochmal Flüchtlinge. Das Thema treibt mich um – vielleicht weil es kaum ein Gespräch gibt in diesen Tagen mit Verantwortlichen aus Schulen und Hochschulen, in denen das Stichwort nicht nach spätestens fünf Minuten fällt. Und die meisten von uns beobachten mit Sorge, dass sich das gesellschaftliche Klima gerade erneut dreht.
Die anfängliche Skepsis, als die Zahl der Einwanderer wuchs, war zunächst einer fast schon euphorischen Zuversicht gewichen, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel die Grenzen geöffnet hatte, nach dem Motto: "Wir schaffen das!" Doch dieselben Leute, die besonders laut von einer "Willkommenskultur" geschwärmt haben, glauben angesichts nicht nachlassender Menschenströme nun mit einem Mal, die Flüchtlinge darauf hinweisen zu müssen, dass bei uns die Gesetze zählen und nicht das Wort des Propheten. Meines Erachtens eine unglaubliche, populistische und noch dazu verantwortungslose Unterstellung, pauschal all die Menschen, die da ins Land kommen, der religiösen Eiferei zu verdächtigen. Doch selbst gemäßigte Politiker sorgen sich plötzlich, dass die Grenzen der Aufnahmefähigkeit demnächst erreicht seien. Sind dieselben Flüchtlinge, die vor kurzem noch zur großen "Chance für Deutschland" erklärt wurden, plötzlich nur noch Belastung?
Keine Frage: Alle sind sich einig, dass ein Großteil der Integrationsleistung in den Schulen, Hochschulen und Betrieben passieren muss ...
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Kommentare
#1 - Ich habe heute auf der Pressekonferenz der…
#2 - Benachteiligte Gruppen gegeneinander ausspielen, ja, das…
Übrigens gibt es dazu durchaus Forschung: Naika Foroutan, Soziologin an der Humboldt-Universität, untersucht Vorurteile gegen Muslime (die ziemlich resitent gegen Fakten sind), die PEGIDA Bewegung und die Motive ihrer Anhänger. ...
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