Die Hochschulen und die Flüchtlinge: Plötzlich sind sie da
Es ist die Frage, zu der wir alle eine Meinung haben und im Grunde kaum etwas wissen. Wie viele von den Flüchtlingen werden rasch Fuß fassen in unseren Schulen und Hochschulen, in unseren Betrieben und Büros, und wie viele werden dauerhaft ausgegrenzt bleiben?
Es gibt die verständlicherweise Vorsichtigen wie Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), die die Öffentlichkeit auf zunächst steigende Arbeitslosenzahlen vorbereitet und sich die Prognose zu eigen macht, nicht einmal jeder zehnte werde sich direkt in Arbeit oder Ausbildung vermitteln lassen. Es gibt die Optimisten wie Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, der in der Süddeutschen von der Eigeninitiative schwärmt, die die Flüchtlinge durch ihre Flucht bewiesen hätten – und nur einen halben Atemzug von der Aussage entfernt bleibt, solche Tatkraft würde er sich von manch Einheimischen auch wünschen.
Was wir wissen: Gerade die Syrer, die zu uns ins Land kommen, verfügen über einen vergleichsweise guten Bildungsstand. Laut FAZ hat jeder zweite mindestens das Gymnasium besucht. Was wir auch wissen: Überall im Land bemühen sich die Hochschulen, manchmal atemlos, hier und da hemdsärmelig, aber immer kreativ Angebote für die Flüchtlinge aus dem Boden zu stampfen – von ganzen Studiengängen über Mentorenprogramme bis hin zur ...
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