Was wird aus der dritten Förderlinie?
Es gibt da eine alte Überlieferung, eine Sage, die neuerdings bemüht wird, wenn SPD-Politiker auf die Exzellenzinitiative zu sprechen kommen. Auf den milliardenschweren Wettbewerb um die forschungsstärksten Universitäten also, den Deutschland seit bald zehn Jahren austrägt. Die Sage handelt von Ikarus. Sein Vater baute ihm Flügel aus Vogelfedern und Wachs und schärfte ihm ein, nicht zu nah an die Sonne zu fliegen. Natürlich hörte der Junge nicht drauf, die Sonnenstrahlen schmolzen das Wachs, und Ikarus stürzte zu Tode.
In wenigen Monaten wird sie sich entscheiden, die Zukunft des womöglich erfolgreichsten Bund-Länder-Programms in der deutschen Wissenschaftsgeschichte. Auftakt ist im Januar, wenn die einflussreiche Imboden-Kommission ihre Empfehlungen vorlegt, wie es nach dem Ende der aktuellen Förderperiode Ende 2017 weitergehen soll. Wer wissen will, was das mit Ikarus zu tun hat, sollte zunächst einen Blick zurückwerfen. Sehen, wie die Initiative entstanden ist.
In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends war das, mitten in Gerhard Schröders Agenda-Politik. Seine Forschungsministerin Edelgard Bulmahn war davon überzeugt, dass die gleichförmige deutsche Universitätslandschaft dringend „Leuchttürme“ brauche, um international strahlen zu können. Bevor es losging, gab es erbitterte Auseinandersetzungen mit ihren Länderkollegen, von der Union genauso wie von der SPD. Mit den eigenen Leuten zum Teil sogar ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen