Bildungsökonom: Bildungsstand der Flüchtlinge niedriger als vermutet
Heute erscheint in der ZEIT ein Interview, das ich mit dem Bildungsökonomen Ludger Wößmann geführt habe. Wir sind vor ein paar Wochen auf einer Konferenz in München zufällig ins Gespräch gekommen, und da erzählte er mir von den ernüchternden Ergebnissen zum Bildungsstand syrischer Schüler. Schwierige Zahlen, weil sie von den falschen Leuten leicht für ihre Zwecke umgedeutet werden können, nach der Devise: Die können ja gar nichts. Doch, die können eine Menge. Allein um die 50.000, so Schätzungen, werden sich in den nächsten 12 Monaten an den deutschen Hochschulen immatrikulieren. Doch viele Flüchtlinge stammen aus Bildungssystemen, die mit denen in der entwickelten Welt nicht zu vergleichen sind. Und wer sie wirklich integrieren möchte, der sollte sich der Fakten bewusst sein und sie sich nicht einfacher denken, als sie sind. Um der Flüchtlinge willen. Genau deshalb konnte ich Wößmann davon überzeugen, dass wir das Interview machen sollten. Das Interview selbst ist noch nicht online, aber ich dokumentiere hier den Text, den ich gestern als Agenturvoranmeldung verfasst habe und der heute von etlichen Medien aufgegriffen wurde.
Der Bildungsstand vieler Flüchtlinge ist möglicherweise noch niedriger als bislang vermutet. „Die Ergebnisse sind eindeutig“, sagt der Münchner Bildungsökonom ...
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