Jens-Peter Gaul soll HRK-Generalsekretär werden
Der neue Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) heißt Jens-Peter Gaul. Heute hat er seinen Auftritt vor der Mitgliederversammlung der HRK in Kiel. Nachdem Senat und Mitgliederversammlung ihn, wie die Satzung es vorschreibt, angehört haben, kann er bestellt werden.
Der 47 Jahre alte Jurist leitet seit 2007 die Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) in Brüssel, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor allem bei der Einwerbung europäischer Forschungsfördermittel berät. Gaul folgt auf Thomas Kathöfer, der im Oktober zur Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen gewechselt war, um dort das Amt des Hauptgeschäftsführers zu übernehmen.
Gaul gilt als gut vernetzter Forschungsadministrator. So verantwortete er, bevor er zur KoWi kam, den Bereich „Perspektiven der Forschung“ beim Vorstand der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Und er kennt sich aus mit der Verbandsarbeit, weiß also, was es heißt, Mitgliedsorganisationen in ihren unterschiedlichen Ansprüchen bedienen zu müssen. Kritisch wird von einigen Beobachtern angemerkt, dass der neue Generalsekretär bislang kaum Erfahrung mit dem zweiten Hauptstandbein der Hochschulen, der Lehre, habe.
Die HRK leidet seit Jahren unter Zentrifugalkräften: zwischen Universitäten und Fachhochschulen, zwischen großen und kleinen Universitäten, vor allem aber zwischen Hochschulverbünden wie TU9, German U15, UAS7 oder HAWtech, die ihre Interessen selbst in die Öffentlichkeit hinein kommunizieren. Gerade Gauls beharrlich nach ...
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