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Vergeigen wir es schon wieder?

Es war ein Satz kurz vor Weihnachten, der im Feiertagsrausch unterging. Ein Satz, den ich für höchst bedenklich halte. "Ich kann die Politik nur davor warnen, mit solchen Ankündigungen Erwartungen zu erzeugen, die nicht ansatzweise zu erfüllen sind", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, laut dpa am 21. Dezember. Worauf sich Landsberg bezog: Die grüne Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hatte in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Kita-Ganztagsplatz auch für Flüchtlinge gefordert. Ein Vorstoß, der nicht nur logisch ist, sondern faktisch alternativlos, wenn man die Integration der Einwanderer wirklich will.

Denn auch wenn die Meinungen unter Bildungsforschern gehörig auseinandergehen, wie leicht oder wie schwierig die Integration von über einer Million Flüchtlingen allein im vergangenen Jahr in unser Bildungssystem und in die Arbeitswelt verlaufen wird, in einem Punkt herrscht unter den Experten große Einigkeit: Die einzige Altersgruppe, um die wir uns an sich nicht sorgen müssen, sind die ganz Kleinen – die noch jung genug sind, ihre gesamte oder zumindest den Großteil ihrer Bildungskarriere in deutschen Einrichtungen verbringen zu können. Wie der Bildungsökonom Ludger Wößmann es im ZEIT-Interview formulierte: Für die Kleinen "sind die Aussichten ungleich besser. Aber nur, wenn ...

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