Innovative Hochschule: Wettbewerb soll noch 2016 ausgeschrieben werden, Kritik von den Fachhochschulen
Positiv formuliert ist sie die kleine Schwester der Exzellenzinitiative. Andere bezeichnen sie als Trostpflaster für all jene Hochschulen, die in der neuen Wettbewerbsrunde um Cluster und Elite-Titel leer ausgehen werden: die Fachhochschulen vor allem, aber auch die kleinen und mittelgroßen Universitäten. "Innovative Hochschule" hat die Politik das Programm getauft, das Bund und Länder in diesen Wochen zu Ende verhandeln. Bei der nächsten Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 20. Mai soll die dazu gehörende Verwaltungsvereinbarung besiegelt werden.
Ob kleine Schwester oder Trostpflaster: Vor allem ist das neue Programm ein schlauer Schachzug von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU). Noch im vergangenen Sommer sah es so aus, als drohe der Exzellenzinitiative die totale Überfrachtung angesichts all der Wünsche und Ansprüche, die Landespolitiker und Hochschulrektoren formulierten. Natürlich solle sie weiter die Spitzenforschung fördern, aber eben auch exzellente Lehre belohnen, die regionale Verankerung von Hochschulen unterstützen, den Transfer von Forschungsergebnissen in Gesellschaft und Unternehmen antreiben. Alles berechtigte Anliegen, doch den meisten Experten war bald klar: Ein solches Wünsch-dir-was kann nicht gut gehen.
Die "Innovative Hochschule" war Wankas Strategie, um die Exzellenzinitiative vor der Verwässerung zu bewahren. Das ist ihr, wie wir wissen, gelungen. ...
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