Direkt zum Inhalt

Debatte: Die Zukunft der Forschung (I)

Von Zeit zu Zeit veröffentliche ich in meinem Blog die Beiträge von Gastautoren, um den unterschiedlichsten Perspektiven mehr Raum zu geben. Heute macht Klaus Diepold von der Technischen Universität München einen kühnen Vorschlag. Bevor Sie drüber urteilen, lesen Sie den Text bitte zu Ende – und dann diskutieren Sie gern mit!



Forschungsförderung per Lotterie



Von Klaus Diepold





Erfolgreiche Forschungsförderung baut auf der wissenschaftlich hohen Qualität von Forschungsanträgen auf. Entsprechende Peer-Review Verfahren stellen sicher, dass nur die besten Projektvorschläge gefördert werden. Peer-Review Verfahren sind der einzige verlässliche Weg objektive Begutachtung von Projektideen zu gewährleisten. Soweit die Folklore zum Thema Projektbegutachtung und öffentliche Forschungsförderung.



Die Wahrheit ist: So, wie sie soll, funktioniert sie schon lange nicht. Wir ersticken in Anträgen und Begutachtungen. Darum mache ich einen einfachen, aber ernst gemeinten Vorschlag: Lasst uns lieber eine Lotterie daraus machen.

Doch der Reihe nach.

Antragsteller für Forschungsförderung, sei es bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder auch bei verschiedenen EU-Rahmenprogrammen, können berichten, dass sie nach mehreren Monaten Begutachtungsprozess des Öfteren Entscheidungen und Kommentare zurückgemeldet bekommen, die erhebliche Zweifel an der Kompetenz, der Sorgfalt oder sogar an der Objektivität der Gutachter aufkommen lassen. Die Qualität der Gutachterkommentare steht in solchen ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Anja Stürzer | Di., 06.09.2016 - 17:47
Hervorragende Idee! Ein Lob dem Verfasser, der es wagt, im Forschungsamazonas gegen den Strom zu schwimmen. Schade nur, dass dieser Weckruf vermutlich weitgehend ungehört verhallen wird, und somit die alten Seilschaften weiterhin das Wasser auf ihre Mühlen lenken können...

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Aus drei (vier) mach eins: Berliner Universitäten wollen gemeinsamen Exzellenz-Antrag stellen

In der Tendenz erwartbar, in der Dimension dann aber doch überraschend: Alle staatlichen Berliner Universitäten wollen in einem gemeinsamen Verbund ins erneute Rennen um die Exzellenzkrone gehen. Die Präsidenten der Humboldt-Universität, der Freien Universität und der Technische Universität sowie der...


  • Artikelbild: Streit um die Kreditpunkte: ECTS ist tot, es lebe ECTS!

Streit um die Kreditpunkte: ECTS ist tot, es lebe ECTS!

Vor ein paar Tagen haben Hochschulrektoren und Kultusministerkonferenz ihre neue Bologna-Erklärung veröffentlicht, jetzt läuft der Kampf um die Deutungshoheit. Und er treibt seltsame Blüten. Ganz vorn dabei ist der Bielefelder Stefan Kühl, der aus seiner Ablehnung der Kreditpunkte noch nie einen Hehl gemacht hat.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Hillary Clinton will Studiengebühren abschaffen

Vergangene Woche hat Bernie Sanders angekündigt, Hillary Clintons Präsidentschaftskandidatur zu unterstützen. Wer sich fragte, welchen Preis Clintons härtester innerparteilicher Konkurrent für seinen Schwenk verlangen würde, hat jetzt die Antwort. Nein, der 74 Jahre alte Sanders will keinen Posten.


Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • Artikelbild: Bildungsbericht: Auf zwei Säulen ins Jahr 2020

Bildungsbericht: Auf zwei Säulen ins Jahr 2020

Quelle: Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Er ist das wahrscheinlich wichtigste Stück wissenschaftsbasierter Politikberatung, das den Bildungspolitikern hierzulande zur Verfügung steht, und er wird in seiner Bedeutung immer noch unterschätzt: der Bildungsbericht, der seit 2006 alle zwei Jahre erscheint. Zuletzt am 16.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

In eigener Sache

Heute feiert meine Website ihren 1. Geburtstag. Das gibt mir Gelegenheit, Ihnen für Ihr andauerndes Interesse an meinen Themen und Artikeln zu danken, für manch engagierte Debatte, die auf diesen Seiten stattgefunden hat, und für all die erhellenden Kommentare zu meinen Blogeinträgen. Apropos Blogeinträge: Über 100 sind es inzwischen.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Willkommensklassen an Gymnasien – geht das?

Das Viktoria-Gymnasium in Essen steht direkt neben der Autobahn und nur ein paar 100 Meter vom Schienengewirr des Hauptbahnhofs entfernt. Es ist eine Schule mit Tradition, ein weißgetünchter Schulbau aus der Kaiserzeit. Doch das Bildungsbürgertum ist längst aus den Zentren der Ruhrgebietsstädte verschwunden. Für Gymnasien wie das Viktoria eine existenzbedrohende Entwicklung.