Deutschlands Bildungssystem im jährlichen OECD-Check: Durchwachsen positiv

Andreas Schleicher hat mal wieder eine stressige Woche. Gestern Morgen traf er sich in London zum Hintergrundgespräch mit Journalisten. Heute Mittag saß er in Berlin mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe in der Bundespressekonferenz, nachmittags um 15 Uhr stellt er sich dann noch in einem Webinar den Fragen der Öffentlichkeit. Der Mann, den die Medien gern als "Pisa-Papst" titulieren und der offiziell den Posten des OECD-Bildungsdirektors bekleidet, hat an jedem normalen Tag ein immenses Mitteilungsbedürfnis, aber ganz besonders heute, wenn die alljährliche OECD-Studie "Education at a Glance" erscheint.
Seine Botschaft: Deutschland ist immer noch nicht Musterschüler in Sachen Bildung, aber es hat sich viel getan in den vergangenen Jahren. So liegt in kaum einem anderen Industrieland die Quote derjenigen jungen Menschen, die weder in Ausbildung noch in einem Job sind, so niedrig wie in Deutschland. Allerdings, so Schleicher, sei das nicht allein Verdienst der Bildungspolitik, sondern auch der guten Wirtschaftslage. Mit anderen Worten: Liebe Bildungspolitiker, klopft Euch dafür mal nicht zu sehr auf die Schultern, das kann sich auch mal wieder schnell ändern.
Auch sonst stellt die OECD in "Bildung auf einen Blick" (Link zum Gesamtdokument hier ) der ...
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