Kleine Presseschau: Wie unterschiedlich man den OECD-Bericht lesen kann

Es ist mal wieder interessant, wie unterschiedlich die Kolleginnen die Aussagen des OECD-Berichts von gestern lesen. "OECD lobt System" berichtet Inga Michel in der Welt , bezogen auf die duale Ausbildung: Lange sei die für die OECD nicht mehr gewesen als ein Sonderweg: "Nun sprechen die Experten explizit ein großes Lob" aus. Auch Amory Burchard im Tagesspiegel ist der Auffassung, dass die OECD gelobt und "ein zukunftsweisendes Bildungssystem bescheinigt" hat. So bewerte die OECD das duale System gut, rate aber, ein Studium draufzusatteln.
Anna Lehmann zitiert in der taz Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, die bei der Vorstellung des Berichts sagte: "Vor allem bei der Bildungsgerechtigkeit ist noch Luft nach oben", womit sie die im Gegensatz zu anderen Ländern nicht geschrumpfte Gruppe der Benachteiligten ansprach. Lehmann empfindet denn auch das von ihren Kolleginnen herausgestellte Lob Schleichers fürs deutsche Berufsausbildungssystem als "pflichtschuldig".
Die Süddeutsche Zeitung hat aus dem Bericht ähnlich wie ich die Note "befriedigend" herausgelesen. Am negativsten die Einschätzung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung : "Schlechte Noten für die Bildungsrepublik" weiß sie nach gestern zu berichten und konzentriert sich auf die im internationalen Vergleich zu niedrigen Bildungsausgaben: "Ob Grundschule oder Hochschule – entgegen ...
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