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Exzellenzstrategie: Verbunderitis geht anders

Die Politik sieht sie als Zukunftsmodell, doch die Universitäten halten sich bei der Bildung neuer Verbünde zurück. Kommt da noch mehr?

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Artikelbild: Exzellenzstrategie: Verbunderitis geht anders

Foto: Christian Weidinger: " Connection ", CC BY-NC-ND 2.0

Der Zeitplan zur Exzellenzstrategie ist nichts für Freunde eleganter Sprache. Am 1. Dezember, so kann man da nachlesen, endete die „Abgabefrist für Absichtserklärungen zur geplanten Einreichung von Antragsskizzen zu Exzellenzclustern“. Im Klartext: Bis dahin mussten die Universitäten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mitteilen, a) ob sie ins Rennen gehen wollen und b) mit wie vielen Projekten und zu welchen ungefähren Themen. Die Antragsskizzen selbst müssen sie dann bis 3. April 2017 abgeben.

Am Freitag nun hat DFG-Präsident Peter Strohschneider ein paar interessante Zahlen verkündet: 192 Absichtserklärungen haben die Universitäten nach Bonn geschickt. Strohschneider selbst hatte noch vor drei Wochen gesagt, die DFG erwarte „mehrere hundert Antragsskizzen“. Und jetzt also 192: Eine Flut sieht anders aus. Allerdings betont die DFG, die Absichtserklärungen seien noch unverbindlich: Es könnten also am Ende mehr oder weniger Skizzen eingehen. Vor sechs Jahren hatten die deutschen Universitäten 247 Bewerbungen angekündigt, damals allerdings inklusive Graduiertenschulen und Zukunftskonzepten.

Und noch zwei aktuelle Zahlen, die Strohschneider am Freitag mitteilte: Lediglich 44 der Absichtserklärungen wurden von mehreren Universitäten im Verbund abgegeben, davon sieben von drei Universitäten. Auch von „Verbunderitis“ kann keine Rede sein.

Was die Wettbewerbs-Taktik angeht, lassen sich schon jetzt zwei grundverschiedene Vorgehensweisen unterscheiden. Da sind die Hochschulleitungen, die von Anfang an ihre „Strategiefähigkeit“ unter Beweis stellen wollen und die Mehrheit der Forscherideen schon im Vorfeld aussortiert haben. Nach dem Motto: Von uns kommen nur Anträge von ...

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