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TU Munich forty points, LMU Munich zero points?

Warum die Gießkanne beim Tenure-Track-Programm besser gewesen wäre als der Hochdruckstrahl. Ein Gastkommentar von Axel Radlach Pries.

DIE CHARITÉ HAT sich mit ihrer Bewerbung im Tenure-Track-Programm leider nicht durchsetzen können. Auch wenn sich die Position des „Verlierers“ nicht unbedingt für eine Verfahrenskritik anbietet, möchte ich als zuständiger Dekan auf J an-Martin Wiardas Kommentierung der Auswahlentscheidung reagieren. Denn Wiardas Interpretation in der Titelzeite („Gut so!“) scheint mir zu 180 Grad von der Realität abzuweichen.

Das Programm soll laut Homepage des Bundesforschungsministeriums die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems erhöhen durch „die Etablierung der Tenure-Track-Professur als international bekannten und akzeptierten Karriereweg“. Über das Programm sollen 1000 Tenure-Track-Professuren gefördert werden, die „Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ sollen dadurch erweitert werden, dass diese 1000 Professuren zusätzlich im System bleiben. Im Regelfall soll die Entscheidung, ob eine Nachwuchswissenschaftler oder ein Nachwuchswissenschaftler dauerhaft in der Wissenschaft verbleiben kann, früher fallen. Und schließlich soll mithilfe des Programms ein Kulturwandel eingeleitet werden, die Personalstrategie an der gesamten Universität soll weiterentwickelt werden, so dass sie den neuen Karriereweg Tenure Track „optimal ergänzt und auch Karrierewege außerhalb der Professur aufzeigt“. All dies soll auch die Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und ...

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Di., 26.09.2017 - 15:27
Nun, es gibt eigentlich schon so etwas wie ein globales Verständnis davon, was ein Ternue-Track System eigentlich ausmacht. Wenn sich dann Universitäten um Tenure-Track-Stellen bewerben ohne ein entsprechendes System am Laufen zu haben, dann macht es auch keinen Sinn dorthin Stellen zu geben. Ich kann nichts über die Charité sagen, aber an der LMU gibt es ein System, das nur den Namen "Tenure-Track" trägt, das aber in nahezu keiner Weise dem üblichen Verständnis entspricht. So gesehen ist die Entscheidung TUM - LMU 40:0 durchaus nachvollziehbar.



Auf einem anderen Blatt steht, was denn mit den Tenure-Track ProfessorInnen im Falle einer positiven ...

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