Damit die 3,5 mehr ist als nur eine Zahl
Union und SPD reden vom "Innovationsland Deutschland" und versprechen Rekordausgaben für Forschung und Entwicklung. Meinen Sie das ernst, muss im Koalitionsvertrag stehen, wie genau sie ihr Ziel erreichen wollen.

BEREITS GESTERN ABEND wollte die für Bildung und Forschung zuständige Arbeitsgruppe bei den Koalitionsverhandlungen durch sein. Am Wochenende dann wollen die Unterhändler von CDU, CSU und SPD ihre Koalitionsverhandlungen insgesamt abschließen. Natürlich können sie mit ihrem Rekord-Tempo die Rekord-Hängepartei der vergangenen Monate nicht vergessen machen. Wahrscheinlich hat ihre Eile ohnehin einen anderen Grund: Je länger das Gesamtpaket offen ist, desto länger häufen sich die Zwischenrufe aus beiden Lagern, desto größere Chancen können sich die Kritiker der angesichts von 53,5 Prozent der Wählerstimmen zu Unrecht "GroKo" genannten Konstellation ausrechnen.
Ebenfalls anhalten bis zum Wochenende wird das Gezerre von Interessengruppen aller Art, noch ihr ganz spezielles Lieblingsziel im Koalitionsvertrag verankert zu sehen. Wobei es die Vielstimmigkeit den Unterhändlern durchaus leichter macht, alle nicht gewünschten Forderungen zu ignorieren. Auch deshalb sollten sich Hochschulen und Forschungsorganisationen ihrerseits nicht in weiteren Detailwünschen verlieren. Vielmehr geht es darum, auf der Zielgeraden der Verhandlungen den Erwartungsdruck an einer einzigen entscheidenden Stelle maximal zu erhöhen.
Union und SPD haben ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen