Quid pro quo
Bund und Länder stellen heute die Weichen für die Verhandlungen um die großen Wissenschaftspakte. Pünktlich zur GWK-Sitzung fordert die Unions-Bundestagsfraktion mehr Ehrgeiz beim Wissenstransfer: "Die bisherigen Leistungen der Wissenschaftsorganisationen haben uns nicht überzeugt."

ISHION: "Gleise mit Weichen", CC BY-SA 3.0
AUF DEN ERSTEN BLICK dürfte es heute ziemlich langweilig werden bei der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). Die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern tagen gar nicht selbst, sondern lassen sich im Berliner Bundesratsgebäude durch ihre Staatssekretäre vertreten. Und auf der Tagesordnung stehen vorrangig Routineentscheidungen. Die Genehmigung der Wirtschaftspläne der großen Forschungsorganisationen für 2019 zum Beispiel. Eine zusätzliche Förderrunde in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (aus bisher nicht verausgabten Mitteln). Die GWK-interne Terminplanung fürs kommende Jahr. Und dann, im zweiten Teil der Sitzung, jede Menge Personalia, die Beauftragung von Facharbeitsgruppen.
Doch die Folgen der heutigen Sitzung sind weitreichend. Die Staatssekretäre stellen die Weichen für die Verhandlungen um die großen Wissenschaftspakte. Die "Facharbeitsgruppe HSPA" soll ihre Arbeit zum "Hochschulpakt, 1. Säule" aufnehmen, die Beratungen über den "Hochschulpakt, 2. Säule" (sprich: die Programmpauschalen) geht in den Ausschuss. Und auch zur Zukunft des Qualitätspakts Lehre (Stichwort: Deutsche Lehrgemeinschaft?) soll eine Facharbeitsgruppe eingesetzt werden.
Auf der Arbeitsebene der Wissenschaftsministerien stöhnen sie schon über ...
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