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Was heißt hier fairer Anteil?

Die Bundesregierung hatte dem Bundestag neue Berechnungen zu den Erstakademikern in den Begabtenförderwerken vorgelegt. Die stimmten aber nicht.

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Artikelbild: Was heißt hier fairer Anteil?

Foto: Robert Owen-Wahl / pixabay - cco.

MICHAEL MEISTER ÄUSSERTE sich zufrieden. Die von den Begabtenförderwerken ergriffenen Maßnahmen hätten "zu einer sichtbaren Veränderung der Zusammensetzung der Geförderten geführt", antwortete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Und der CDU-Politiker Meister präsentierte Zahlen: Zwischen 2010 und 2017 sei der Anteil der neu aufgenommenen Stipendiaten aus Nicht-Akademikerhaushalten von 29 auf 35,6 Prozent gestiegen. Ein beeindruckendes Wachstum.

Allerdings hatte die Sache einen Haken: Das Bundesbildungsministerium hat sich verrechnet. Herausgefunden hat den Irrtum das Büro des FDP-Bildungsexperten Jens Brandenburg, dem die vom BMBF gelieferten Werte irgendwie komisch vorkamen. Brandenburgs Leute unterzogen die aktuellen Angaben des Ministeriums mithilfe weiterer Zahlen, die das BMBF zuvor geliefert hatte, einem Logik-Check. >>


Wer fördert wen wie?

Die 13 Begabtenförderwerke unterstützen besonders leistungsstarke Studierende "finanziell und ideell". Das bedeutet, dass die Geförderten abhängig vom Einkommen der Eltern analog zum BAföG derzeit bis zu 735 Euro monatlich erhalten. Einkommensunabhängig bekommen alle Stipendiaten im Monat 300 Euro als Studienkostenpauschale ausbezahlt. Der ideelle Teil der Förderung besteht in Seminaren, Summer Schools und individueller Betreuung ...

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Kommentare

#1 -

Florian Bernstorff | Do., 02.05.2019 - 13:16
Die Zahlen verwirren mich etwas. Der Anteil an Erststudierenden unter allen Studierenden müsste doch Schwankungen unterworfen sein (und angesichts der derzeitigen Bildungsdemografie tendenziell über die Zeit immer weiter sinken). Lässt sich Erfolg oder Misserfolg dann tatsächlich an der absoluten Quote der Erstakademikerinnen* überhaupt messen? Müsste nicht eigentlich der Anteil der Stipendiatinnen an der Gesamtzahl der Erstakademiker ins Verhältnis zur Gesamtförderquote gesetzt werden, um Unter- oder Überrepräsentanz dieser Gruppe in den Förderwerken beurteilen zu können?



(*männliche und weibliche Bezeichnungen sind willkürlich gesetzt)

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