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Schluss mit den Selbsttäuschungen!

Die finalen Stunden bei den Verhandlungen um die Wissenschaftspakte haben begonnen. Wenn Bund und Länder bereit sind, sich jeweils an entscheidender Stelle ehrlich zu machen, kann der Durchbruch heute Nacht gelingen.

HEUTE ABEND GEHEN die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern in Klausur. Kamingespräch nennt sich das Format, auch wenn es gar keinen Kamin im Bundesforschungsministerium gibt. Abseits des Protokolls wollen sie den Verhandlungsknoten durchstoßen, um am Freitag nach ihrer offiziellen Sitzung doch noch eine Einigung verkünden zu können.

Der Erwartungsdruck ist gewaltig: Vom Ergebnis der sogenannten Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hängt ab, wie die Wissenschaft in den 20er Jahren finanziert werden kann. Wie eng das Korsett wird für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ob genug Luft für Bewegung und für neue Ideen bleibt. Drei Wissenschaftspakte und insgesamt über 100 Milliarden Euro stehen zur Abstimmung . Mit am Tisch sitzen auch mehrere Finanzminister, was die seit Monaten andauernde Suche nach einem Kompromiss noch schwieriger macht.

Doch es hilft nichts. Die Minister müssen liefern, das wissen sie. Ein Scheitern, erst recht an Scheitern am finanzpolitischen Hickhack, wäre ein fatales Signal für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft im Vorfeld eines womöglich heftigen Konjunktureinbruchs.

Zwei Selbsttäuschungen und eine Wunsch

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Do., 02.05.2019 - 11:24
Lieber Herr Wiarda,



vielen Dank für diesen Weckruf. Insbesondere den letzten Abschnitt möchte ich hervorheben.



Klar ist es wichtig die Wissenschaft zu stützen und zu fördern - in welchem Umfang ist Verhandlungssache.



Bei der Förderung der Bildung gibt es keine Alternativen zu den staatlichen Geldern, es sein denn wir wollen uns in Richtung eines privatwirtschaftlichen Bildungsmarkt begeben. Dafür sehe ich aber keine wirkliche Intention.



Am Geld für Bildung, sei es für Schulen oder für Hochschulen zu sparen ist langfristig der größte Schaden für die Innovationsfähigkeit und damit für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas. Dann kommt es auf ein paar Millionen ...

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