Der fromme Wunsch beim Hochschulpakt
Die Zahl der Studienanfänger soll weiter hoch bleiben. Zum Glück hat die Politik vorgesorgt. Aber die Lehrqualität wird so nicht besser.
ES GAB DA dieses Wort, das vor fast anderthalb Jahrzehnten durch die Schlagzeilen geisterte – damals, als Bund und Länder in die Verhandlungen um den ersten Hochschulpakt einstiegen. "Studentenberg", lautete es, und es transportierte eine bildungspolitische Selbsttäuschung: Ja, die Studienanfängerzahlen werden steigen durch ein paar geburtenstarke Jahrgänge und die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre. Aber irgendwann wird die Bergspitze erklommen sein, und dann geht es wieder runter in die Ebene.
Ein paar Jahre später kursierte ein neuer Begriff: "Hochplateau". Die Studierendenzahlen bleiben hoch, besagte es, und zwar viel länger, als wir ursprünglich dachten. Weil mehr Menschen als früher sich für ein Studium statt für eine Ausbildung entscheiden. Aber irgendwann, ganz sicher, kommt doch der Abstieg, allein schon, weil weniger junge Menschen da sind.
Spätestens seit einer neuen Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) von vergangener Woche sollte auch den letzten klar sein: Der Abstieg kommt nicht mehr. Nicht bis 2030 und vermutlich auch nicht danach. Jedes Jahr erwarten die Kultusminister über eine halbe Million Studienanfänger, bis auf 2025 und 2026, wo es (durch die Rückkehr ...
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