Neue Brücken für die Medizin
Die deutschen Universitätsklinika und ihr Umfeld verfügen über eine fachliche und inhaltliche Breite, die international ihresgleichen sucht. Doch ohne eine bessere Koordination kann das System seine Stärken nicht voll ausspielen. Ein Gastbeitrag von Michael Roden.

Michael Roden. Foto: Wissenschaftsrat.
DIE COVID-19-PANDEMIE ist eine in unserer Zeit beispiellose gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Das in der medizinischen Versorgung beschäftigte Personal, die Krankenhäuser und Praxen in Deutschland haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie in kürzester Zeit, mit großem Engagement und in bemerkenswerter Agilität in der Lage waren, sich auf diese Krise einzustellen. Einen besonderen Beitrag zu ihrer Bewältigung leistet die Universitätsmedizin: Sie versorgt schwerstkranke Patientinnen und Patienten, sie übernimmt vielfach eine regionale Koordinierungsfunktion für das Krisenmanagement, sie stellt die in der Pandemie notwendige wissenschaftliche Expertise in einem breiten Fächerspektrum bereit, und sie kommuniziert die sich rasch entwickelnden Erkenntnisse an Politik und Öffentlichkeit. Und natürlich: Sie forscht daran, Diagnostik und Therapie von COVID-19 zu verbessern und Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 zu entwickeln.
In der Krise zeigt sich die Universitätsmedizin leistungsstark, beweglich, anpassungsfähig und verantwortungsbewusst. Sie zeigt eindrucksvoll, welche wichtige Rolle sie im Gesundheits- und Wissenschaftssystem einnimmt. Und doch: Sie könnte noch mehr leisten. Wenn sie diesem umfangreichen Leistungsspektrum entsprechend ausgestattet und ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen