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Schade, aber Danke für die klare Ansage

Sind die Hochschulen von der zweiten Welle überrascht worden? Nein, sagt der Mainzer Unipräsident Georg Krausch. Vielleicht ein bisschen, sagt sein Berliner FU-Kollege Günter M. Ziegler. Im gemeinsamen Interview reden die German U15-Chefs über das Krisenmanagement in den Hochschulen, Forderungen an die Politik – und warum sie Kneipen eher wieder aufmachen würden als Universitäten.

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Foto: pxfuel.com .

Am 2. November begann an vielen Hochschulen das Wintersemester, und am selben Tag ging Deutschland in den zweiten Shutdown. Kommt es jetzt doch zur Wiederholung des digitalen Sommersemesters, die alle vermeiden wollten?

Georg Krausch: Zu behaupten, wir gingen in eine Wiederholung des Sommersemesters, wäre eine völlige Verkennung der Situation. Wir sind heute viel weiter als im April. Wir haben Masken und Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen. Wir haben Hygienekonzepte, wir haben leistungsfähige digitale Plattformen für die Lehre, wir wissen auch didaktisch besser, was funktioniert. Und weil die Hochschulen im Gegensatz zu dem, was manche suggerieren, keineswegs von der zweiten Welle überrascht wurden, waren wir auf die verschiedensten Szenarien vorbereitet. Auch und gerade auf Präsenzveranstaltungen unter Corona-Bedingungen. Vor allem Studienanfängern hätten wir sie gern ermöglicht. Wir verstehen aber auch, warum das jetzt nicht geht. Immerhin können wir Praktika, sportpraktische Übungen und Unterricht am Patienten anbieten. Klar hätten wir gern mehr gemacht, wir hätten es auch gekonnt, aber die Zahlen haben es nicht hergegeben.

Günter M. Ziegler: Dass wir den ganzen Sommer über bekräftigt haben, wieder mehr Präsenzlehre anbieten zu wollen, war als Signal wichtig - um zu betonen, dass die Rückkehr zum persönlichen akademischen Austausch für uns als Universitäten von grundlegender Bedeutung ist. Die Pandemie hat uns dazu gezwungen, über das Verhältnis von Online- und Offlinelehre grundsätzlich nachzudenken, und die Schlussfolgerungen daraus werden die Lehre nach der Pandemie verändern. Nicht im Sinne von weniger Präsenzlehre, sondern im Sinne einer sehr viel stärkeren digitalen Unterstützung der Präsenzlehre.

Mal ehrlich: Die Dynamik der zweiten Welle hat Sie doch überrollt mit Ihren Hybrid-Plänen.

Krausch: Das stimmt nicht ganz. Wir sind Wissenschaftler und wir hören auf Wissenschaftler. Insofern war uns seit längerem klar, dass wir auf eine erneute Verschärfung der Pandemie ...

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