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Mission: Bildung für das 21. Jahrhundert

Wie die Transformation der Schulen aus der Corona-Krise heraus gelingen kann. Ein Gastbeitrag von Ekkehard Thümler.

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Artikelbild: Mission: Bildung für das 21. Jahrhundert

Illustration: Gerd Altmann / Pixabay.

DIE BEVORSTEHENDE BILDUNG einer neuen Regierung löst große Hoffnungen auf einen Aufbruch aus, gerade im Bereich der Schulpolitik. Diese Erwartungen können nur enttäuscht werden. Darauf deuten schon die Programme der künftigen Regierungsparteien hin: Im Vergleich zu anderen Politikfeldern finden sich im Bildungsbereich deutlich weniger ambitionierte Ansätze. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem echten Aufbruch kommt, ist aber vor allem deshalb so gering, weil bislang völlig unklar ist, wie er überhaupt zu organisieren wäre.

Der Versuch, einen Wandel des Schulsystems herbeizuführen, ist nicht neu: Vor 20 Jahren löste der PISA-Schock große Anstrengungen aus, um die Schulen in Deutschland besser und gerechter zu machen. Doch zeigt die Corona-Krise in aller Deutlichkeit, wie wenig erfolgreich diese Maßnahmen in ihrer Summe waren. Wesentliche Probleme wie die soziale Schlagseite des Schulsystems sind weiter ungelöst, nach wie vor kann am Ende der neunten Klasse fast jeder vierte Jugendliche nicht richtig lesen, schreiben und rechnen, dazu haben sich die Schulen in der Krise als wenig widerstandsfähig erwiesen – nicht zuletzt, weil Zukunftsthemen wie die Digitalisierung nicht rechtzeitig angepackt wurden.

Es braucht einen fundamentalen Strategiewechsel

Nach Jahrzehnten wenig erfolgreicher Reformen ist daher ein Eingeständnis unumgänglich: Das übliche Handlungsrepertoire ist für eine Bewältigung der altbekannten Probleme ...

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Kommentare

#1 -

Mike Tango | Do., 04.11.2021 - 13:11
Oh, bitte keine solche Agentur für Sprunginnovationen! Keine Agentur, die 16+1 Ministerien stetig neue Konzepte vorschlägt, die dann bis zur Unkenntlichkeit zerredet werden, um schließlich, Jahre später, den Schulen von ihren jeweiligen Ministerien und Schulbehörden ohne nennenswerte strukturelle oder gar finanzielle Hilfe oktroyiert zu werden. Davon und von der inhaltlichen und finanziellen Engführung der Schulen hatten wir in den vergangenen Jahrzehnten genug.



Gebt den Schulen endlich den inhaltlichen Freiraum, den sie brauchen und eine finanzielle Ausstattung, die ihrer politisch so oft beschworenen Bedeutung angemessen ist! Beendet die Gängeleien und Besserwissereien durch die Politik, deren pädagogische Kenntnisse meist allein auf dem ...

#2 -

Birte Schleglich | Fr., 05.11.2021 - 11:52
@Mike Tango:
Die Vorschläge zur "Bewertung" von Schulen und Lehrern könnten auch von Margot Honecker stammen. Davon sollte man wirklich die Finger lassen. Allerdings ergäbe eine wirklich vorurteilsfreie geschichtliche Bewertung, daß die
Schulbildung im Osten in vielen Aspekten einfach solider
war.

#3 -

Michael Fritz | Fr., 12.11.2021 - 17:28
@Mike Tango:

Sie möchten der einzelnen Schule große Freiräume geben - einverstanden. Sie möchten die Leistung auch der Lehrkräfte messen und vergleichend bewerten - auch einverstanden. Jetzt fehlt nur noch eines: Lassen Sie die Kollegien in ihrer Schulentwicklug und die Lehrkräfte in ihrer Kompetenzentwicklung nicht allein! Bringen sie beide, die Organisationseinheit Schule und jede Lehrkraft, in einen Dialog mit Menschen aus der Lern- und Bildungsforschung. Wenn beide - Forschung und Praxis - ihr Wissen und ihre Erfahrung zusammenbringen, kann besseres Neues entstehen. Im Idealfall findet der Dialog in einem iterativen Prozess statt: Reflexion des IST, Defintion eines besseren SOLL auf ...

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