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Jetzt nicht in die alten Muster zurückfallen

In der Pandemie mussten die Hochschulen auf den Digitalbetrieb umsteigen. Wie sorgen wir dafür, dass bei der Rückkehr zur Präsenz wichtige Errungenschaften nicht verloren gehen? Und wie erhält die Hochschullehre im digitalen Zeitalter die Bedeutung, die ihr zusteht? Ein Gastbeitrag aus der Jungen Akademie Mainz.

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Artikelbild: Jetzt nicht in die alten Muster zurückfallen

Mitglieder der AG Hochschullehre am 24. Februar 2022 im Zoom-Meeting. Foto: Screenshot.

DIE PANDEMIE HAT die Herausforderungen des Hochschulsystems und insbesondere der Hochschullehre wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht. Zwar wurden Entwicklungen hin zur digitalen Lehre beschleunigt, jedoch hat die zwischenzeitliche Entspannung der pandemischen Lage auch gezeigt, wie schnell alle wieder in alte Muster zurückkehren, wenn die akute Krise vorüber zu sein scheint.

Die Studierendenschaft ist zunehmend heterogen (in Hinblick auf familiäre Bildungshintergründe, sozioökonomische Lage, Internationalität, parallele Berufstätigkeiten, Care-Verpflichtungen oder die Entfernung zwischen Wohnort und Universität). Darauf muss Hochschullehre reagieren: Die Frage der Inklusivität von Lehre ist zentral, wobei die beschriebene Heterogenität immer stärker auch die Lehrenden betrifft. Die Lehre wird in großen Teilen von prekär beschäftigtem Personal gestemmt, für dessen Fortkommen in einem hochkompetitiven System allerdings primär Leistungen in der Forschung, der Drittmittelakquise oder im Bereich der "Third Mission" entscheidend sind. Unter diesen Umständen wird die ...

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Kommentare

#1 -

Michael Liebendörfer | Mi., 09.03.2022 - 23:31
Ich hab das gern gelesen, aber außer WLAN ist jetzt nichts richtig konkretes hängen geblieben. Einige Leute sollen sich mehr Gedanken machen, Dinge anerkennen, die Lage ernst nehmen. Klar.



Ich hätte das gerne etwas konkreter.



Meine spontanen TOP 3:



1. Wir müssen den Lehrende vermitteln, wie ihre Kundschaft lernt. Welche Ressourcen und Medien verwenden sie, wie suchen sie die aus? Die Hälfte der Lernenden trifft sich auf Discord-Servern, die Hälfte der Lehrenden weiß nicht, was ein Discord-Server ist. Dafür muss die Realität der Zielgruppe sicher oft erst noch erforscht werden.



2. Die Ergebnisse werden zeigen, dass wir viel zu sehr ...

#2 -

René Krempkow | Do., 10.03.2022 - 17:17
@"Dafür muss die Realität der Zielgruppe sicher oft erst noch erforscht werden." Dazu gibt es inzwischen einiges an Forschung, so seit 2020 z.B. vom Stifterverband (https://www.future-skills.net/analysen/hochschulen-corona-und-jetzt), mehrere gut lesbare Ergebniszusammenfassungen vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), wie die "DZHW-Briefe" (z.B. https://www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_05_2020.pdf), sowie Auswertungen an einzelnen Hochschulen wie z.B. der HU Berlin (https://scilogs.spektrum.de/wissenschaftssystem/durchwachsenes-bild-des-corona-semesters/).

Oder in Österreich neben digitalen Kompetenzen von Studierenden insbes. auch zu Aspekten der technischen Ausstattung von Studierenden (https://dikos.at/projektergebnisse/)...

Möglicherweise fehlt es also (auch) an der Nutzung vorhandener Ergebnisse. ;-)

#3 -

Michael Liebendörfer | Fr., 11.03.2022 - 09:53
@René Krempkow:

Danke für die Ergänzung. Da gibt's in der Tat einiges. Viel davon ist aber quantitativ und fokussiert dann naturgemäß die Vorstellungen der Forschenden. Außerdem fehlen m.E. fachspezifische Analysen, die für Lehrende oft deutlich überzeugender sind. Seit ich einen Matheprof. mal auf gängige YouTube-Videos zu Inhalten des ersten Semesters hingewiesen habe, haben wir unter dem Arbeitstitel "Feindbeobachtung" etwas genauer drauf geschaut. Plötzlich steigt doch die Motivation sehr, die eigene Lehre um Material höherer Qualität zu ergänzen.



Aber ja, das ist geht schon stark in Richtung Aufbereitung für die Praxis.

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