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Lesen. Schreiben. Rechnen. Denken!

Medienkompetenz ist die 4. Kulturtechnik. Doch ihre Vermittlung wird immer noch behandelt wie ein freiwilliger Kurs in "digitaler Gartenpflege". Ein Plädoyer für eine neue Bildungspolitik, die Demokratie schützt. Von Alexander Sängerlaub.

Illustration der fünf Skill-Sets (digitaler) Informations- und Nachrichtenkompetenz.

Die fünf Skill-Sets (digitaler) Informations- und Nachrichtenkompetenz nach Meßmer/Sängerlaub (SNV-Studie).

LESEN, SCHREIBEN, RECHNEN – das sind die Basics. Ohne sie keine Teilhabe, kein Fortschritt, keine Gesellschaft, die funktioniert. Aber was ist mit der Fähigkeit, eine Quelle im Netz zu prüfen, einen Kommentar von einer Nachricht zu unterscheiden oder Desinformation zu erkennen? Willkommen im 21. Jahrhundert: Medienkompetenz ist schon längst zur 4. Kulturtechnik geworden.

Im digitalen Zeitalter erweist sich der Teil der Medienkompetenz, den man digitale Informations- und Nachrichtenkompetenz nennen kann, als besonders demokratierelevant – und komplex. Sie beinhaltet das Finden, Prüfen, Deuten, Erkennen, Einordnen, Navigieren und Verifizieren – und neuerdings auch noch den souveränen Umgang mit KI. Und trotzdem werden sie in unserem Bildungssystem noch immer behandelt wie ein freiwilliger Kurs in "digitaler Gartenpflege".

Dabei ist die Lage ernst. Eine große Studie zur Nachrichtenkompetenz der Stiftung Neue Verantwortung hat es schwarz auf weiß gezeigt: Fast die Hälfte der Deutschen schneidet bei den grundlegenden digitalen Nachrichten- und Informationskompetenzen schlecht ab. Nur 22 Prozent erreichen ein hohes Niveau. Die ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | Di., 01.04.2025 - 15:41
"Und bis 2030 ein Schulfach in allen Bundesländern implementieren?" Soll das ein Aprilscherz sein? Innerhalb von 5 Jahren kann man kein neues Schulfach "implementieren", weil die dafür erforderlichen Fachlehrer ja erst heranwachsen müssen, ganz abgesehen von der trägen Schulbürokratie in 16 Bundesländern. Bevor die ersten Studenten für dieses Fach im Lehramt immatrikuliert werden können, muss man Lehrende für dieses Fach haben. Wo kommen die her? Geld für zusätzliche Professuren gibt es doch nicht. Und das Referendariat gibt es auch noch. Außerdem: Ständig werden von allen Seiten neue Schulfächer gefordert. Andere fordern, die Schulfächer generell abzuschaffen zugunsten von Projektunterricht. Schulpolitik sollte ...

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