Neue Heimat im Sammel-Ministerium
Die "Bildung" verlässt das BMBF. Zu den Hoffnungen auf Aufwertung kommt die Sorge, das Thema könnte in dem Riesenressort untergehen. Ein Kommentar.
NACHDEM DIE SCHWARZ-ROTEN PARTEISPITZEN am Mittwochnachmittag den Koalitionsvertrag präsentiert hatten, fielen die Reaktionen recht einhellig aus: zu viel Klein-Klein, zu viel vom üblichen Quid-pro-Quo, insgesamt dem Ernst der Lage nicht angemessen. So weit, so nachvollziehbar. Als sich ein Kommentator dann aber ereiferte, der Mut habe nicht einmal zur Wiedereinführung der Wehrpflicht gereicht, war mein erster Gedanke: Ein Glück das nicht auch noch. Denn in weiten Teilen liest sich der Koalitionsvertrag für mich wie ein Manifest der Generationenungerechtigkeit. Mehr Mütterrente, weniger Klimaschutz, erstmal keine Reform der überkommenen Sozialversicherungssysteme, dafür mehr Geld für Pendler und Gastronomie. Das Heute sticht das Morgen. Wieder einmal.
Weil die Schieflage so offensichtlich ist, wundert es kaum noch, dass auch die Aufspaltung des bisherigen Bundesministeriums für Bildung und Forschung in einer Form vorgenommen wurde, die auf Kosten der jungen Generation zu gehen droht.
Das Problem ist nicht, dass die Bildung aus dem BMBF wandert. Dass sie mit der Jugend in einem Haus vereint werden soll, hat im Gegenteil so viele potenzielle Vorteile, dass ich mich auch hier im Blog schon vor der Bundestagswahl für eine ...
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