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Macht endlich gemeinsame Sache für die Bildung!

Das Vertrauen in den Staat geht bei vielen Menschen gerade gegen Null. Selbst wenn sie das mit dem Impfen und Testen irgendwann hinbekommen: Bund und Länder müssen jetzt beweisen, dass sie noch in der Lage sind, die Zukunft zu gestalten. Eine bessere Gelegenheit als die Reform des Bildungsföderalismus werden sie dafür nicht bekommen.

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Artikelbild: Macht endlich gemeinsame Sache für die Bildung!

Fast alle Fraktionen im Bundestag sind für mehr Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildung. Auch wenn sich in den Ländern manche noch zieren: Die Zeit für den großen Bildungswurf ist jetzt. Foto: Times, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons.

BUND UND LÄNDER wollen Deutschlands Schülern eine "Lernmilliarde" gönnen. Vielleicht werden es auch zwei, die Verhandlungen laufen noch . Allen Schülerinnen und Schülern, bei denen durch die Corona-Schulschließungen besonders große Lernlücken entstanden sind, sollen "Lernangebote" gemacht werden. Dafür wollen Bund und Länder Lehramtsstudierende engagieren, Freiwilligendienstleistende, sie wollen bestehende Mentoring-Initiativen unterstützen und vieles mehr. SPD-Chefin Saskia Esken spricht von einer "Kraftanstrengung" für die junge Generation.

Rechnen wir mal kurz und nehmen dabei optimistisch den höheren Betrag. Zwei Lernmilliarden würden etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben von Bund und Ländern pro Jahr für alle öffentlichen Schulen entsprechen. Nach einem Schuljahr, ...

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Kommentare

#1 -

Jörg Abke | Mo., 22.03.2021 - 11:16
Lieber Herr Wiarda,
ich stimme Ihnen in nahezu allen Punkten, nur den Beweis, dass es Bund und Länder mit der zukunftsweisenden Bildung ernst meinen, hätten diese bereits schon lange erbringen können. Auch ohne Pandemie und auch ohne Vertrauensverlusten bis nahe Null.
Seit Jahren (oder gar Jahrzehnten?) werden unterdurchschnittliche Ausgaben lt. OECD in Deutschland gemessen am BIP getätigt.
Es bleibt weiter spannend. Ach ja, Danke für Ihren wieder einmal guten Kommentar.

#2 -

Udo Michallik | Di., 30.03.2021 - 12:34
Es hilft auch nicht weiter, die alten Stereotypen zu bemühen und die ewig strapazierten gegensätzlichen Wortpaare wie bspw. Zentralismus vs. Föderalismus zu bemühen. Sie sind die Gewähr dafür, dass alles so bleibt, wie es ist. Denn, sie lösen Pawlowsche Reflexe aus. Bestätigen oder widerlegen uns in die eine wie in die andere Richtung.

Wir hinterfragen nicht uns selbst. D.h. was ist uns in der gesellschaftlichen Debatte wichtig? Wohin fließen unsere Steuergelder? Wie wichtig ist das höhere Kindergeld oder wie wichtig ist gute Bildung? Solange, wie wir nicht verstehen, dass gute Bildungspolitik die beste Sozialpolitik ist, solange bauen wir das Sozialsystem ...

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