Umfrage: Große Mehrheit will einen wissenschaftlichen Chefberater
Gehört ein Vertreter der Wissenschaft an den Kabinettstisch? Ja, sagen 76 Prozent der Deutschen – und plädieren zugleich mehrheitlich für einen neuen Zuschnitt des bisherigen Ministeriums für Bildung und Forschung.

Bild: moritz320 / Pixabay.
ZWEI WISSENSCHAFTSPOLITISCHE FORDERUNGEN sind in den unzähligen Papieren der Forschungsorganisationen, Wissenschaftsverbände und Lobbygruppen zur Bundestagswahl immer wieder aufgetaucht und in der Szene breit diskutiert worden.
Erstens: Ein wissenschaftlicher Chefberater, ein sogenannter "Chief Scientific Advisor", sollte am Tisch des nächsten Bundeskabinett sitzen und, wie es zuletzt der Wissenschaftsratsvorsitzende Wolfgang Wick hier im Blog formulierte, der Wissenschaft Stimme und Gewicht verleihen". Als Vorbilder gelten hier die USA oder Großbritannien, doch, so Wick, werde ein solcher Chefberater nur im Rahmen einer "klugen Gesamtkonstruktion" wirklich wirksam werden können.
Zweitens: Das BMBF sollte neu zugeschnitten werden. Für die Bewältigung der großen Transformationsprozesse, postulierte etwa die Allianz der Wissenschaftsorganisationen , brauche es "die stärkere Priorisierung und Verzahnung von Wissenschafts- und Innovationspolitik. Daher sollten Forschung, Lehre und Innovation in einem Ministerium vereint werden."
Was die Allianz nicht ausführt: Eine solche Neuordnung würde zusätzlich die Option eröffnen, ein eigenständiges Bundesbildungsministerium zu gründen, und zwar unter Hinzunahme aller Referate für Kinder und Jugend aus dem bisherigen Bundesministerium ...
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Kommentare
#1 - Mangelt es der Wissenschaft wirklich an Einfluss in der…
Das wäre meine Bewertung wenn ich mir die Nachrichten zur FhG letztes Jahr oder der jüngsten Infos zur MPG anschaue…
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