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Glückwunsch an Leipzig!

Der Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen hat sich durchgesetzt: Leipzig soll Sitz der ungewöhnlichen Einrichtung werden.

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Artikelbild: Glückwunsch an Leipzig!

Minister Altmaier, Karliczek, Gründungsdirektor Laguna (von links). Foto: JMW.

ALSO DOCH LEIPZIG. Die Agentur für Sprunginnovationen wird ihren Sitz nicht in der Metropolregion Berlin-Brandenburg bekommen, sondern in der sächsischen Großstadt. Was gestern Abend bereits durchgesickert war, bestätigten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) heute in einer Pressekonferenz.

"Wir haben uns gemeinsam entschieden, dass der Sitz Leipzig wird", sagte Altmaier. Die Stadt sei bereits heute ein innovationspolitischer Leuchtturm. Karliczek betonte, Gründungsdirektor Rafael Laguna de la Vera habe bei der Standortsuche "größtmögliche Freiheit erhalten und sich nach reiflicher Überlegung klar für Leipzig ausgesprochen." Diese Empfehlung von Laguna sei "überzeugend begründet" gewesen. Deshalb seien die Minister ihr in ihrer Entscheidung gefolgt.

Die Agentur soll im Vollausbau mit einem Jahresbudget von 100 Millionen Euro ausgestattet sein und unter anderem durch Innovationswettbewerbe zur Förderung disruptiver Innovationen beitragen. Die Agentur werde in den nächsten Tagen als GmbH mit Sitz Leipzig gegründet, teilten die Minister mit. Tochtergesellschaften sollen dann nach Thema und Bedarf überall in Deutschland eingerichtet werden.

Wo genau in Leipzig die Agentur angesiedelt werden soll, konnte Gründungsdirektor Laguna heute noch nicht sagen. ...

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Kommentare

#4 -

Grundlagenforscher | Do., 19.09.2019 - 12:38
Leipzig kennt international fast keiner. Unter Ostdeutschen mag die Stadt als "revolutionär" gelten. Aber diese Agentur sollte doch gerade über den deutschen Tellerrand hinaus blicken und wirken?



Und die Kette fragwürdiger Entscheidungen treißt nicht ab: Laguna erklärte gerade im Interview mit Heise, er sei "natürlich an erster Stelle" Chef von Open-Xchange "und das bleibe ich auch". Wie will er einen solchen Kraftakt nebenbei stemmen? Schon die Standortsuche war kein professioneller Prozeß, sondern wurde aus dem Bauch heraus betrieben. So wird das nichts.

#5 -

Grundlagenforscher | Do., 19.09.2019 - 13:24
@ Hgh

Wir leben in einer Demokratie. Und Meinungsfreiheit haben wir auch. Sattelberger (FDP) gehört der Opposition an, ist auch fachlich zuständig und hat daher die Pflicht, Kritik zu üben wo diese geboten ist. Und hier ist Kritik sowohl an der Entscheidung selbst als auch am "Prozeß" auf dem Weg dorthin absolut berechtigt. Wenn Ihnen nicht gefällt, was Sattelberger schreibt, sollten Sie sich an diejenigen wenden, die Anlaß zu seiner Kritik gegeben haben: BMBF, BMWi, Laguna.

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