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Jetzt reden wir!

Zu oft wird über sie statt mit ihnen gesprochen: Das Hochschulforum Digitalisierung hat zwölf Studierende zur "Zukunfts-AG #DigitalChangemaker" zusammengebracht. Wie denken sie über die Zukunft der Hochschulbildung? Ein Gastbeitrag.

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Artikelbild: Jetzt reden wir!

Foto: IA / pixabay - cco.

WENN UNIVERSITÄTEN ÜBER die Digitalisierung und ihre Folgen debattieren, spielen die Bedürfnisse der Studierenden eine Riesenrolle. Eigentlich. Denn das Problem ist: Oft wird nur über uns geredet anstatt mit uns. Doch wissen wir Studierende oft ziemlich genau, welche Maßnahmen und Strategien uns beim Lernen, aber auch die Universitäten insgesamt in ihrer Entwicklung voranbringen würden.

Deshalb wollen wir mit 17 Diskussionspunkten zum Austausch einladen und Impulse geben für die Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Unsere 17 Punkte haben wir in drei Themenbereiche unterteilt, um auf die "großen Fragen" studentische Antworten zu formulieren:

1. Wozu braucht es eigentlich Digitalisierung?

2. Wie soll Digitalisierung implementiert werden?

...und 3. Welche Tools sollen genutzt werden?

Dieser Beitrag stellt eine Auswahl unserer Kernforderungen vor, die Sie ungekürzt von heute an hier finden. Die Kernforderungen selbst haben wir im Text kursiv markiert.

1. Wozu braucht es eigentlich Digitalisierung?

"Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein": Dieser Satz steht in nahezu jedem Strukturentwicklungsplan zur Digitalisierung an Universitäten und wird doch nur sehr ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

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Kommentare

#1 -

Peter England | Di., 15.10.2019 - 12:33
Bravo! Wichtiger Beitrag mit klugen Gedanken. Nur beim Satz "Für uns gilt auch im digitalen Zeitalter: Die Universität erzieht die Studierenden primär zu..." musste ich etwas stutzen. "Erziehen?!" Ernsthaft? ;-) Das beißt sich wohl etwas mit intrinsisch motivierten und selbstständig denkenden & handelnden Studierenden. Ansonsten: Wichtige Forderungen und hoffentlich die Einsicht auf allen Seiten, dass Lernerfolg nur gemeinsam, partnerschaftlich und partizipativ erreicht werden kann.

#2 -

Marcus Lamprecht | Di., 15.10.2019 - 20:14
Das war natürlich nur ein Test, ob wem der Widerspruch zwischen Selbstbestimmtheit, Mündigkeit und Erziehung dazu auffällt. ;-)

Im Ernst ist die Anmerkung natürlich berechtigt, obwohl natürlich auch eine Konsumhaltung bei Studis existiert und es oft Not täte, Studis aufzuzeigen und bewusst zu machen, dass es Gelegenheit zum selbstständigen lernen, studieren und denken gibt, bzw. genau das eingefordert werden kann..

#3 -

LaChn | Mi., 16.10.2019 - 20:05
Herr England scheint sich wohl noch nicht wirklich damit befasst zu haben, wie wir Studis heute durch eben dieses gehen.

Der durch die Modularisierung eingeführte Schulcharakter verhindert (fast) jegliche Entwicklung intrinsischer Motive. (Zumindest wenn man das Studium schon ohne solche beginnt.)



Was hier zwar als Inkongruenz wahrgenommen wird, bleibt leider nicht weiter hinterfragt. Die Wahrnehmung der Studis wird als fehlerhaft abgetan, ohne die Gründe für diese Wahrnehmung zu beleuchten.

Wir müssen erinnern, nicht die tatsächliche Welt ist für den Einzelnen/die Einzelne relevant, sondern nur wie er/sie diese für sich selbst sieht.



Sollten mehr Lehrende dieses Mindset haben, die Perspektiven der ...

#4 -

Peter England | Mi., 16.10.2019 - 22:56
Ach herr je, wer muss denn da gleich persönlich werden, wenn Herr England lediglich über ein Wort ("erziehen") gestutzt hat? - Aber spannend zu lesen, dass offensichtlich äußere Umstände ("der durch die Modularisierung eingeführte Schulcharakter") dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Entwicklung intrinsischer Motive (fast) verhindert wird. Darauf muss man motivationstheoretisch erstmal kommen! ;-) "Ich selbst wollte gar nichts lernen, weil die Module so verschult waren." Auf die Herleitung bin ich gespannt. ;-) Spaß beiseite. Vielleicht unterliegt #3 schlicht einem Missverständnis: Die Wahrnehmung der Studis wurde gar nicht als "fehlerhaft abgetan" (was für eine negativ konnotierte Unterstellung!). Es wurde lediglich ...

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