Die Spirale dreht sich weiter
Die Politik will in der Corona-Krise Handlungsstärke beweisen, dabei warnen inzwischen sogar Virologen vor zu vielen Beschränkungen. Doch die nötige gesellschaftliche Debatte wird weggedrückt.

Grafik: DavidZydd / pixabay - cco.
ALEXANDER KEKULÉ GEHT ES gerade ein bisschen wie dem Zauberlehrling. Er kämpft mit den Geistern, die er rief. Heute Morgen twitterte der Virologe: "Eine bundesweite #Ausgangssperre wäre epidemiologisch unbegründet, wirtschaftlich desaströs und eine soziale Katastrophe." Es gebe weniger einschneidende, aber genauso wirksame Mittel.
Kekulé ist am Universitätsklinikum Halle (Saale) Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie. Bis vor einer Woche gehörte er zu jenen Fachleuten, die von der Politik endlich entschiedenes Handeln und immer härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus forderten. Doch seitdem hat sich zwischen Bund, Ländern und vielen EU-Staaten eine Eskalationsspirale in Gang gesetzt, die dem Motto folgt: Wer legt noch einen drauf?
Und tatsächlich haben heute Mittag die Ministerpräsidenten von Bayern und dem Saarland einseitig "landesweite Ausgangsbeschränkungen" verkündet, wie es auf der Spiegel -Website heißt. Ausgangsbeschränkungen klingt noch nicht ganz so schlimm wie Ausgangssperre, ist aber nicht weit weg davon. Es ist absehbar, dass die nächsten Bundesländer folgen werden. Warum? Weil, siehe oben, die Spirale sich dreht und, was auf eine ...
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Kommentare
#1 - Jede Statistik muss erläutert werden, und wer sich…
#2 - Als Nichtvirologe oder -epidemiologe müssen wir uns wie…
#3 - Ich finde es ist ein positiver Trend, dass momentan sehr…
Mein Wunsch an die Politk ist es, jetzt mutig zu bleiben. Weiter zuhören, abwägen, Entscheidungen basierend auf den Empfehlungen der Wissenschaft treffen. Nicht sich gegenseitig in Aktivismus übertreffen oder vermeintliche Erwartungen der Wähler überbewerten.
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