Bitte folgt den Empfehlungen!
Heute entscheiden Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten, wie der Kampf gegen das Coronavirus weitergeht – und was das für die Menschen in Deutschland bedeutet. Die Leopoldina weist den Weg. Ihm zu folgen, erfordert Mut von der Politik.
WAS DIE EMPFEHLUNGEN der Leopoldina so bemerkenswert macht, ist ihre Entschiedenheit. Und das in dreifacher Hinsicht. Erstens in dem klaren Plädoyer, jetzt wirklich drei Wochen das öffentliche Leben auf ein Minimum herunterzufahren, damit die Wachstumskurve bei den Corona-Neuinfektionen abflacht. Zweitens in der Betonung, dass dieses Minimum auf jeden Fall einen gewissen Bewegungsspielraum für die Menschen beinhalten muss – also keine totale Ausgangssperre. Drittens in dem nicht weniger entschiedenen Hinweis darauf, dass Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten, wenn sie heute in diesem Sinne weitere Maßnahmen beschließen, unbedingt an die Zeit nach dem Shutdown denken müssen. Dass sie sich darüber im Klaren sein muss, dass das Shutdown unter keinem Umständen auch nur annähernd über so lange Zeit aufrechterhalten werden kann, bis Medikamente oder Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sind.
Alles in allem eine Stellungnahme, die in ihrer Differenziertheit unglaublich wertvoll ist für die politische Entscheidungsfindung. Gerade weil sie es der Politik nicht einfach macht. Gerade weil sie nicht die platten Gesten politischer Stärke fordert, sondern ...
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