Einen Deutschlandpakt für die junge Generation
Bei den finalen Verhandlungen über den Bundeshaushalt wird sich jetzt zeigen, ob die Ampel für die junge Generation außer warmen Worten auch harte Währung übrighat. Das BAföG wird die Nagelprobe. Ein Gastbeitrag von Matthias Anbuhl.

Matthias Anbuhl ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks (DSW). Vorher leitete er die Abteilung für Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes.Foto: Kay Herschelmann.
ERINNERT SICH NOCH JEMAND? Es waren die Jungen, die in der Pandemie zugunsten vulnerabler Gruppen unserer Gesellschaft die größten Entbehrungen auf sich genommen haben. Sie waren am härtesten von den Lockdowns betroffen. Und dann: geschlossene Kitas, Schulen und Hochschulen, als die Wirtschaft längst wieder lockerte. Junge Menschen haben sich in der Krise solidarisch gezeigt – und zahlen psychosozial bis heute einen hohen Preis dafür, angefangen von Lernrückständen bei den Schüler*innen über motorische Defizite und stark angestiegene psychische Erkrankungen von Jugendlichen.
Die psychologischen Beratungsstellen für Studierende der Studierendenwerke werden förmlich überrannt, die Wartezeiten haben sich vervielfacht. Gegenüber der Zeit vor Pandemie, Kriegen und Inflation sind die psychischen Probleme der Studierenden gravierender, existenzieller geworden. Es geht viel stärker um Existenzängste, depressive Verstimmungen, bis hin zu Suizidgedanken. Nach der neuen, 22. Sozialerhebung bilden Studierende mit psychischen Erkrankungen ...
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