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So sieht also echtes Bedauern aus

Andrej Holm darf doch an der Humboldt-Universität bleiben. Er habe jetzt gezeigt, dass ihm die Sache mit dem Fragebogen wirklich Leid tue, sagt HU-Präsidentin Kunst. Riecht nach Kuhhandel.

ANDREJ HOLM SCHREIBT ein paar Zeilen an die Humboldt-Universität (HU), und plötzlich ist alles wieder gut. "Ich bin mir heute bewusst, dass ich gegenüber der HU falsche Angaben hinsichtlich meiner Tätigkeit für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gemacht habe", schreibt der entlassene Staatssekretär und bis Freitag früh noch fristlos gekündigte HU-Wissenschaftler. Dies bedaure er – "und ebenso, dies nicht sofort gegenüber der HU zum Ausdruck gebracht zu haben."



Die Reaktion von HU-Präsidentin Sabine Kunst: Sie sehe das Vertrauensverhältnis nun zwar als gestört, aber nicht mehr als vollständig zerstört an und habe daher entschieden, statt einer Kündigung eine Abmahnung auszusprechen.

Der unbeteiligte Beobachter reibt sich verwundert die Augen. Wie, und damit soll die Sache jetzt erledigt sein? Warum dann vorher der ganze Aufwand?

Nachdem der Stadtsoziologe Holm Anfang Dezember vom neuen rot-rot-grünen Berliner Senat zum Staatssekretär für Wohnen berufen worden war, hatte seine Stasi-Vergangenheit bundesweite Debatten ausgelöst. Oder vielmehr sein Umgang damit. Denn vor elf Jahren hat Holm, heute 46, einen Uni-Fragebogen ausgefüllt und die Frage, ob ...

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