Die KMK sagt ja – und Thüringen, warum es nicht zustimmen wollte
Die Wissenschaftsminister lassen den "Masterplan Medizinstudium 2020" passieren.
DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ (KMK) hat wie erwartet dem Masterplan zugestimmt und zusätzlich eine einseitige Erklärung beschlossen. Lediglich Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) enthielt sich der Stimme. Am Freitag um 12 Uhr laden Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (beide CDU) Vertreter der KMK, der Gesundheitsministerkonferenz und einige Bundestagsabgeordnete ins Gesundheitsministerium ein. Seitens der KMK wird ein Staatssekretär kommen – was man durchaus als Statement der Minister verstehen darf.
Neben der formalen Verabschiedung des Masterplans soll die "Expertenkommission zur Neustrukturierung des Medizinstudiums" eingesetzt und der Aufbau einer Geschäftsstelle beschlossen werden. Auch wird sich die designierte Vorsitzende, die ehemalige Generalbundesanwältin Monika Harms, offiziell vorstellen.
Über den Verlauf der Verhandlungen und das Hin und Her der vergangenen Wochen hatte ich zuletzt gestern ausführlich berichtet.
Das Unbehagen der Wissenschaftsminister drückt sich in ersten offiziellen Statements aus. Der Berliner Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (SPD) twitterte am späten Donnerstagnachmittag: "Die vollständige Umsetzung des Masterplans ist nur möglich, wenn die Uni-Kliniken finanziell massiv gestärkt werden." Baden-Württembergs grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sagte, es sei "zwingend für den Erfolg und die Umsetzung des Masterplans", dass die Finanzierung klar geregelt sei ...
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