Masterplan Medizinstudium: Einigung möglicherweise noch vor dem Wochenende
Zwischen Bund und Ländern kursiert ein Kompromisspapier, das den Durchbruch bringen soll.
DAS RINGEN UM einen Kompromiss um den „Masterplan Medizinstudium 2020“ geht in seine entscheidende Phase. Zusammengetrommelt auf Initiative von Bremens Wissenschafts- UND Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD), haben am Dienstag acht Amtschefs der Gesundheits- und Wissenschaftsministerien in Berlin zusammengesessen, um sich erstmal darüber einig zu werden, worüber genau sie eigentlich noch streiten.
Vergangene Woche war die eigentlich geplante Verabschiedung des Masterplans in der Kultusministerkonferenz kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen worden , nachdem Baden-Württembergs grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ein "Nein" angekündigt hatte.
Die Atmosphäre der am Dienstag wiederaufgenommenen Verhandlungen beschreiben Anwesende als „bisweilen giftig im Ton“. Die Gesundheitsseite habe sich „wenig konziliant“ gegeben, berichtet ein Wissenschaftspolitiker. Nur den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen sei es geschuldet, dass der Wille zur schnellen Einigung bei den Noch-Bundeskoalitionären SPD und Union überhaupt so ausgeprägt sei.
Womit auch erklärbar wird, warum der offizielle Widerstand gegen den Masterplan (genauer: gegen die bislang verabredeten Modalitäten seiner Finanzierung) nur aus zwei grün geführten Wissenschaftsministerien kam: aus Niedersachsen (gegen die Landarztquote) und aus Baden-Württemberg (gegen die mangelnde finanzielle Beteiligung der Gesundheitsseite). In der kritischen Bewertung stimmten ihnen nämlich fast alle anderen ...
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